SWR2 Glauben Kein stilles Kämmerlein

Warum die Kirchen auf einen öffentlichen Glauben pochen
Von Holger Gohla

Dauer

Nach dem Grundgesetz sind Religion und Staat getrennt. Zugleich fördert der Staat kirchliche Aktivitäten wie Kindergärten, Jugendarbeit oder Pflegeeinrichtungen. Wie passt das zusammen? Kritiker fordern inzwischen die Streichung aller staatlichen Förderung für die Kirchen und akzeptieren Glauben allenfalls als Privatangelegenheit. Befürworter sprechen davon, dass Glaube öffentlich sein muss. Deshalb setzen sich Kirchenvertreter und Gläubige für Religionsfreiheit ebenso ein wie für Minderheiten oder Menschen in sozialer Not. Gerade diese Einmischung in die Politik gefällt nicht allen. Wie passen "Stilles Kämmerlein" und öffentliches Engagement zusammen?

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