Das Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin (Foto: Imago, imago images/Reiner Zensen)

Forum 30 Jahre nach der Einheit - Ist die DDR-Geschichte aufgearbeitet?

Es diskutieren:
Marianne Birthler, ehem. Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Berlin
Dr. Helge Heidemeyer, Leiter der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker, Berlin
Gesprächsleitung: Gregor Papsch

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
17:05 Uhr
Sender
SWR2

Tausende Menschen stürmten am 15. Januar 1990 die Stasi-Zentrale in Berlin, die letzte noch nicht besetzte Dienststelle des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit in der DDR. Die Öffnung von Millionen Akten und deren Verwendung zu persönlichen, wissenschaftlichen und juristischen Zwecken hat seither unser Bild von der DDR als "Stasi-Staat" entscheidend geprägt.

Dreißig Jahre nach dem Ende der SED-Diktatur streiten Bürgerrechtler von einst, Politiker und Historiker über den Stand der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit.

Ich würde mir wünschen, dass es endlich ein großes Forschungsinstitut zur Geschichte der DDR und des Kommunismus gibt, dass ist notwendig. Und ich wünsche mir, dass es endlich ein großes Denkmal zur Erinnerung an die Opfer des europäischen Kommunismus in Berlin gibt.

Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker

Haben drei Jahrzehnte Aufarbeitung zu einem versöhnlichen Miteinander geführt, oder stimmt die Rede von einer neuen Fremdheit als Folge einer missglückten Geschichtspolitik? Und wie symbolträchtig ist vor diesem Hintergrund die im Herbst 2019 vom Bundestag beschlossene Auflösung der Stasi-Unterlagen-Behörde als eigenständiger Institution?

Buch zur Sendung:
Ilko-Sascha Kowalczuk, Die Übernahme: Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde, Verlag C.H. Beck 2019, Euro 16,95

MODERATOR/IN
STAND