Rodins Kuss in Paris und seine Vermarktung

AUTOR/IN
Dauer

„Küsse, Bisse, das reimt sich“ heißt es bei Kleist – und die Ambivalenz des Küssens zeigt sich natürlich auch in der Kunst, sie wird sichtbar in den berühmten Küssen der Kunstgeschichte: Gustav Klimts Gemälde „Der Kuss“ zeigt ein innig verschmolzenes Paar, das gleichzeitig dem Abgrund nahe ist. „Vampir“ nannte Edvard Munch ein Bild einer küssenden Frau, „Die Liebenden“ des Surrealisten René Magritte küssen sich blind, ihre Köpfe gespenstisch in Tücher gehüllt. Und auch der wohl bekannteste Kuss der Bildhauerei ist rätselhafter als es auf den ersten Blick scheint: „Le baiser“, „Der Kuss“, den Auguste Rodin Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag des französischen Staates schuf, und der zu einer Ikone der sinnlichen Liebe wurde, millionenfach reproduziert und fotografiert. Kathrin Hondl hat sich das Original im Pariser Musée Rodin genauer angesehen.

AUTOR/IN
STAND