Politik Die CDU und die AfD im Osten: Belastung für Kenia-Koalition in Sachsen

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Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Die neue „Kenia-Koalition” aus CDU, SPD und Grünen in Sachsen steht. Alles anderes „würde das Verhandlungsergebnis auf den Kopf stellen”, meint Prof. Hans Vorländer in SWR2 über das bevorstehende Ergebnis der Mitgliederbefragungen bei den Parteien.

Der Politikwissenschaftler an der TU Dresden glaubt nicht, dass Skeptiker in der CDU ihrem Parteifreund, Ministerpräsident Kretschmer, in letzter Sekunde ein Bein stellen. „Die werden abwarten”, prognostiziert Vorländer zu denjenigen, die lieber ein Bündnis mit der rechtspopulistischen AfD oder eine Minderheitsregierung wagen wollten.

Kretschmer habe das Bündnis als „Koalition für Sachsen” sehr geschickt verkauft: „Damit ist es vielleicht mehr als eine Notkoalition”. Erschrocken ist der Experte über den Fall eines CDU-Politikers in Sachsen-Anhalt, dessen Vergangenheit als Neonazi das Bundesland in eine politische Krise zu führen schein. Vorländer sind als Grund für das Problem einen fehlenden Abgrenzungsbeschluss der CDU.

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