Politik Libyen-Konferenz in Berlin ein „erster Lichtblick“

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Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Als „ersten Lichtblick“ sieht der Libyen-Experte Andreas Dittmann die Libyen-Konferenz in Berlin. „Miteinander reden ist immer besser als übereinander“, so der Geographie-Professor an der Uni Gießen in SWR2.

Wichtig sei, dass in Berlin alle Akteure - auch die verdeckten - an einem Tisch säßen. Die Gemengelage in dem nordafrikanischen Land sei allerdings schwierig. Das beginne bereits bei der Haltung der EU. „Besonders tragisch ist, dass Italien und Frankreich in Libyen gegeneinander kämpfen“, erklärt Dittmann die Scharmützel zwischen der geschäftsführenden Regierung und der Armee des Generals Haftar.

Haftar beherrsche inzwischen 80 Prozent des Landes, habe jetzt aber auch ein Interesse an einem Waffenstillstand. Über die Situation in Libyen sagt Dittmann: „Die einen wollen einfach nur Ruhe und Frieden, die andere haben noch das hehre Ziel einer Demokratie“. Das Ziel der Berliner Konferenz müsse sein, „dass die Kämpfe gestoppt und keine Söldner mehr ins Land geschickt werden“.

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