Politik Angela Merkel besucht KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

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6:00 Uhr
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SWR2

Als „klares Zeichen“ von Kanzlerin Merkel sieht die Holocaust-Forscherin Sybille Steinbacher den Besuch von Angela Merkel in Auschwitz-Birkenau.

Obwohl seit Helmut Kohl im Jahr 1995 kein deutscher Regierungschef die KZ-Gedenkstätte besucht hat, sieht die Direktorin des Fritz-Bauer-Instituts eine „Kontinuität“ bei Merkels Reise. Zugleich gebe es eine aktuelle Begründung, da „rechte Gruppen, namentlich auch die AfD versucht zu rütteln am erinnerungspolitischen Konsens“ über die NS-Verbrechen.

Steinbacher fordert, am Ende der Ära von Zeitzeugenschaft, Entschädigung, strafrechtlicher Verfolgung und familiärer Bezüge müsse ein „historisch-kritisches Bewusstsein“ für diese Zeit geschaffen werden. Dass die Bundesregierung die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu deren Erhalt und Sanierung mit 60 Millionen Euro fördert, ist für die renommierte Historikerin selbstverständlich: „Es ist eine Aufgabe Deutschlands, den Großteil der Finanzierung zu tragen“.

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