Politik „Bert und Bert“ gegen Ibiza-Strache: Der Machtkampf in Österreichs FPÖ

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8:07 Uhr
Sender
SWR2

Sein Sturz nach der Ibiza-Affäre ist legendär: Jetzt will die österreichische FPÖ das Erbe von Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache bestellen. Norbert Hofer und der als rechtsextrem geltende Ex-Innenminister Herbert Kickl wollen beim Parteitag in Graz Straches Nachfolge antreten. Doch der bleibe im Hintergrund aktiv und arbeite an seinem Comeback, so der Chefredakteur der Wiener Zeitung „Falter“, Florian Klenk, in SWR2.

Die beiden „Bertels“, Norbert Hofer und Herbert Kickl, würden sicher für die FPÖ bei der bevorstehenden Nationalratswahl antreten, so Klenk. Der über die Ibiza-Affäre gestürzte Parteichef Strache werde jedoch ein Comeback versuchen. Fraglich sei, ob die Partei es ihm erlauben werde.

Florian Klenk, Chefredakteur der Wiener Zeitung "Falter" (Foto: picture alliance - Foto: Hans Punz)
Florian Klenk, Chefredakteur der Wiener Zeitung "Falter" picture alliance - Foto: Hans Punz

Schon bei den Wahlen zum Wiener Landtag 2020 könne Strache theoretisch wieder kandidieren, ist Klenk überzeugt. Sollte es zu einer Neuauflage der türkis-blauen Koalition in Österreich kommen, dem Bündnis von ÖVP und FPÖ, könne Strache zu einem wichtigen parteiinternen Rivalen der neuen FPÖ-Parteiführung werden.

So sei denkbar, dass sich die Geschichte der Machtrivalität in der rechten Bewegung Österreichs nach Jörg Haider fortsetze. Es sei Strache gelungen, sich seinen Anhängern nach der Ibiza-Affäre als Opfer einer politischen Verschwörung zu präsentieren.

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