Neu im Kino: Dokumentarfilm "Josef Urbach - Lost Art" Geraubte Kunst, geraubtes Leben

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Interview mit Tilman Urbach

Vor 20 Jahren wurden die Washingtoner Prinzipien verabschiedet, die faire und gerechte Lösungen für die Opfer des NS-Kunstraubs forderten. Von diesem dunkelsten Kapitel der Kunstgeschichte handelt der Dokumentarfilm "Josef Urbach – Lost Art" gedreht vom Großneffen des Malers Josef Urbach, dessen Werke von den Nazis als "entartete Kunst" gebrandmarkt wurden. Der Wahrheits- und Bilderfindung stehe heute "eine ganze Menge im Weg", sagt Filmemacher Tilman Urbach. "Vieles ist von der Zeit verschüttet und es war auch zuerst naiv von mir zu glauben, dass die Familien der enteigneten jüdischen Kunstsammler schon alles aufarbeiten konnten". Mehr Transparenz sein in der jetzigen Situation die entscheidende Forderung. Von politischer Seite wisse man, wo geraubte Kunstwerke in deutschen Museen sind. "Solche Dinge gehören aufgearbeitet", sagt Tilman Urbach.

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