Gespräch „Endstation Sahel?“ - SWR2-Reporter Martin Durm erhält Robert Geisendörfer-Preis

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Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Martin Durm wird für sein SWR2-Feature „Endstation Sahel? Wie die EU Afrikas Migranten aufhalten will“ mit dem renommierten Robert Geisendörfer Preis der Evangelischen Kirche ausgezeichnet. Durm berichtet darin aus den Flüchtlingslagern im Osten des Tschad, in der Sahelzone.

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In der Begründung der Jury heißt es, Martin Durm nehme Hörerinnen und Hörer mit zur „Endstation Sahel“. Regisseurin Maidon Bader habe dafür eine mannigfaltige Formensprache gefunden. Die Menschen, die in den Flüchtlingslagern des Tschad gestrandet oder dorthin geflohen seien, hätten nur ein Ziel: Europa. Und Europas Ziel sei es, Afrikas Migranten aufzuhalten.

Seit über zehn Jahren existierten die Flüchtlingslager im Tschad bereits, so Martin Durm zu seiner Reportage. Ursprünglich habe die EU sie eingerichtet, um Menschen vor dem Bürgerkrieg im benachbarten Darfur zu schützen. Doch die Lager hätten sich zu einer Transitstation für Flüchtlinge entwickelt. „Vor allem die jungen Leute wollen aus dieser Elendssituation heraus. Denn in der Sahelzone herrscht nicht nur Krieg. Es gibt dort ebenso Hungersnöte und eine hohe Arbeitslosigkeit.“

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