Gespräch Markus Beckedahl zum „Digitalgipfel“ der Bundesregierung: „Die Zivilgesellschaft kommt zu kurz“

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Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Heftige Kritik am Digitalgipfel der Bundesregierung übt der Blogger und Internet-Aktivist Markus Beckedahl. Die GroKo begnüge sich bei ihrer Digitalstrategie mit „Beschwörungsformeln“, setze der Monopolisierung durch chinesische und amerikanische Plattformen aber kaum etwas entgegen. Es brauche bessere Kartellgesetze, meint Beckedahl, um Konzerne wie Amazon, Google, Facebook und Microsoft einzuhegen.

Bei den Cloud-Diensten zur Datenspeicherung sagt Beckedahl: „Ich würde mich freuen, wenn man mehr mit open source und Ökosystemen arbeitet“. Vor allem fehlt dem Blogger und Motor der Digitalkonferenz „re:publica“ aber ein Element: „Mir kommt bei diesem Digitalgipfel die Zivilgesellschaft zu kurz“. Die GroKo verkürze dessen Ziel auf die Frage, wie man mit dem Internet Geld verdienen kann.

Mit Blick auf den Datenschutz mahnt Beckedahl mehr Rechte der Verbraucher an: „Die richtigen Machtfragen werden nicht gestellt, die Bundesregierung geht ihnen aus dem Weg“.

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