Leben und Wirken der Mainzer Historikerin Hedwig Brüchert Im Dienst der Sozialgeschichte

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Von Marie-Christine Werner

Während ihres Studiums in den 1980ern fiel der Mainzer Historikerin Hedwig Brüchert auf, dass die Themen Sozialpolitk und Nationalsozialismus kaum keine Rolle spielten. Also gründete sie zusammen mit anderen Studenten und Geschichtsinteressierten den "Verein für Sozialgeschichte Mainz". Mit der damals noch jungen wissenschaftlichen Methode Oral History, der Befragung von Zeitzeugen, arbeitete sie unter anderem die Verfolgung während der NS-Zeit auf. Dazu lud sie etwa vertriebene Mainzer Juden, die den Holocaust überlebt hatten, in ihre Geburtsstadt ein. Für ihr lebenslanges Engagement für die Mainzer Alltags- und Sozialgeschichte wurde die 74-jährige Historikerin mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und noch immer ist sie am Mainzer Institut für Landesgeschichte tätig. Marie-Christine Werner hat Hedwig Brüchert dort besucht.

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