Ibiza-Affäre Armin Thurnher: Strache selbst hat ein "Attentat" verübt - auf die österreichische Demokratie

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6:00 Uhr
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SWR2

Im Umgang mit der "Ibiza-Affäre" in der FPÖ sei den Beteiligten die Würde abhanden gekommen, so der Herausgeber der Wiener Zeitung "Falter" Armin Thurnher. Ex-Parteichef Strache habe seine Entlarvung sofort als politisches "Attentat" gebrandmarkt, "als hätte er nicht selbst ein Attentat auf die Demokratie begangen". Die ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz habe dagegen noch personell das Bestmögliche für sich herauszuholen versucht, statt sofort zu handeln, so Thurnher. Es sei genügend über die FPÖ bekannt gewesen, um von einer Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen Partei Abstand zu nehmen. Auf diesem Ohr sei der Bundeskanzler aber taub gewesen. Ob die FPÖ in der Folge des Skandals bei Europa- und Nationalratswahlen Verluste erleiden werde, sei völlig offen. Allenfalls das Abrücken der mächtigen Kronen Zeitung könne der Partei jetzt schaden.

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