Gespräch Andreas Zick zu Mord an Walter Lübcke: Rechtsextreme Täter glauben sich von Mitte unterstützt

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Ein möglicher rechtsextremistischer Hintergrund des Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sei nicht überraschend, so Prof. Andreas Zick vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. Es gebe 24.000 organisierte Rechtsextremisten in Deutschland, ebenso viele rechtsextremistisch motivierte Straftaten seien für das vergangene Jahr zu verzeichnen. Die Grenzen zwischen populistischen und extremistischen Meinungen seien inzwischen fließend. Bei der Radikalisierung möglicher Täter spielten Soziale Netzwerke eine wichtige Rolle, so Zick. "Die alte Idee, eine Tat zu vollstrecken, die im Volk gewünscht ist", werde in Social Media nebst entsprechenden Identitäten ausgebildet.

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