Gesellschaft Falsche Ermittlungspraxis? Der BGH urteilt zu einem „Fluchtschleuser“ aus Afghanistan

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SWR2

Eine „absurde Kriminalisierung“ sieht der Sozialwissenschaftler Helmut Dietrich im Fall eines Afghanen, der „wegen Beihilfe zum Einschleusen von Ausländern mit Todesfolge“ verurteilt worden ist. Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet heute zu dem Fall ein Revisions-Urteil.

Problematisch, so der Experte der „Forschungsgesellschaft Flucht und Migration“ sei die für den Fall relevante Ermittlungspraxis in Griechenland und Italien. „Da ist auch viel Erpressung im Spiel“, meint Dietrich. „Erst die Kriminalisierung hat die Schleuserei erfunden“. Seine Forderung: Die Evakuierung von Flüchtlingslagern, zum Beispiel in Libyen: „Anders wird Europa nicht zurechtkommen mit der Migration von außen“. Seine Formel, so Dietrich, sei dafür: „Fähren statt Frontex“.

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