Gespräch Antje Boetius: Wissenschaft zum Klimawandel darf nicht politisiert werden

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

An der „fake news“-Debatte zum Klimawandel treffe die Forschung keine Schuld. „Die Wissenschaft hat erheblichen Anteil daran, dass die Politik weiß, was es für Optionen gibt", sagt Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven in SWR2, anlässlich der Tagung des Ethikrats zum Klimawandel.

„Ein kleines wenig geärgert“ habe sie zunächst, dass sie einen Vortrag zum Thema „Meinen-Glauben-Wissen“ bei der Herbsttagung des Ethikrats halten sollte. Wissenschaftliche Fakten seien keine Glaubensfrage. Der Ehtikrat beschäftige sich aber gerade mit der wichtigen Frage, wie sich eine „Politisierung” der Wissenschaft verhindern lasse.

Klar ist für Boetius, dass Wissenschaft jenseits der Fakten Verantwortung hat, diese einzuordnen, „aber auch klarzumachen: Was ist unsicheres Wissen?“. Die Zweifler an der Erderwärmung könne man als Wissenschaftler Boetius aber nicht mitnehmen: „Man muss eigentlich dafür arbeiten, dass die Mehrheiten wissen, wo sie hinwollen“.

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