Das Projekt "Gegneranalyse" des Zentrums für liberale Demokratie Die Erfahrungen von Weimar beherzigen

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Interview mit Ralf Fücks

Der Gründer des Zentrums Liberale Moderne und ehemalige Grünen-Politiker Ralf Fücks sieht eindeutige Parallelen der geistigen und politischen Auseinandersetzung zwischen der Zeit der Weimarer Republik und der Gegenwart. In SWR2 am Morgen sagte Fücks, die historische Umbruchzeit, in der wir uns gegenwärtigen befinden, stärke in Teilen der Bevölkerung das Bedürfnis nach Sicherheit und Gemeinschaft. Genau das werde von ultrarechten Vordenkern aufgegriffen. So seien etwa die "Idee der Volksgemeinschaft" oder die "Idee der Nation als Schutzwall gegen die feindliche Außenwelt" Elemente, die schon bei Denkern wie Carl Schmitt, Ernst Jünger oder Martin Heidegger eine Rolle gespielt hätten. Im Rahmen des Projekts "Gegneranalyse", das das Zentrum Liberale Moderne ins Leben gerufen hat, gehe es jetzt darum, die Denkmuster zu identifizieren und Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart, wie Globalisierung, digitale Revolution oder weltweite Migration zu entwickeln. Dabei komme der demokratischen Bildungsarbeit eine herausragende Rolle zu, so Fücks.

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