Countdown zum EU-Defizitverfahren Italien prüft Brüssels Glaubwürdigkeit

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Interview mit Prof. Alexander Grasse

"Die italienische Regierung steht mit ihrer Analyse nicht allein, dass expansive Haushaltsmaßnahmen notwendig sind, um die Wirtschaft in Gang zu bringen und auch die Armutsfrage anzugehen", sagt Alexander Grasse, Politikwissenschaftler und Italien-Experte von der Universität Gießen. Auch die OECD fordere, die Armut in Italien zu bekämpfen. Das Problem sei nicht das Geld für die Sozialausgaben, das Problem sei, dass im jetzigen Haushaltsentwurf nur 10 Prozent für Investitionen vorgesehen sei, um Wachstumsimpulse auszulösen. Hier könne Europa Italien entgegenkommen. "Wenn mehr investiert würde, könnte man sogar ein höheres Defizit als gegenwärtig in Kauf nehmen", meint Alexander Grasse. Das würde auch antieuropäischen Stimmungen etwas entgegensetzen.

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