Berliner Theatertreffen Kommentar: Tiefpunkt in der Geschichte der Theatertreffen

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In Berlin geht am Wochenende das 56. Theatertreffen zu Ende. Die jährliche "Bestenschau" der deutschsprachigen Bühnen mit den zehn "bemerkenswerten" Inszenierungen eines Jahres war ein Tiefpunkt in der Geschichte der Theatertreffen: Viele Inszenierungen zwängten Darsteller in Interpretationskorsetts, machten sie zu reinen Vollführern von Regieideen. Freie Spieler, Figurendenker, Weltgestalter - nahezu unauffindbar. Einzig in Thorsten Lensings "Unendlicher Spaß" nach dem Roman von David Foster Wallace bezwingen Schauspieler wie Devid Striesow und Ursina Lardi (Bild) durch ihr Mitspracherecht. Sollte das Theatertreffen in deutsche Provinzen ausweichen? Könnte die angekündigte Frauenquote für eingeladene Inszenierungen die Kunstfreiheit gefährden? Viel Diskussionsstoff nach dem diesjährigen Tiefpunkt. Ein Kommentar von Ina Beyer.

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