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70 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention: Update für die Klima-Folgen dringend gesucht

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Die Genfer Flüchtlingskonvention muss wegen des Klimawandels aktualisiert werden, sagt der Journalist Andreas Zumach im Gespräch mit SWR2: „Menschen, die wegen der globalen Erwärmung fliehen, müssen genauso behandelt werden wie Menschen, die wegen politischer Verfolgung in ihrem Heimatland fliehen.“

Zuvor hatte sich Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gegenüber dem „RedaktionsNetzwerkDeutschland“ ähnlich geäußert: „Der Klimawandel verschärft die Flüchtlingslage weiter“, warnte der Minister. Aus heute schon 20 Millionen Klimaflüchtlingen könnten in wenigen Jahren 100 Millionen Menschen werden, die ihre Lebensgrundlage in der Heimat verloren haben.

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Vor 70 Jahren am 28. Juli 1951 war die Genfer Flüchtlingskonvention verabschiedet worden – sie gilt als eine der Grundlagen der internationalen humanitären Zusammenarbeit, sie garantiert Menschen, die in ihrem eigenen Land verfolg werden Schutz und Aufnahme.

Im Vorfeld zum Jahrestag hatte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, Kritik daran geübt, dass sich auch Länder der EU ihren Verpflichtungen durch die Konvention entziehen würden.

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