STAND

Am 3. Oktober 1990 – ein knappes Jahr nach dem Fall der Mauer – trat die frühere DDR mit dem Einheitsvertrag der Bundesrepublik bei, mit weitreichenden Auswirkungen in Deutschland und weltweit. Wie bewerten Ost und West heute – zum 30. „Tag der Deutschen Einheit“ – die Entwicklungen seit dem Mauerfall 1989 und der Wiedervereinigung 1990? Als Erfolgsgeschichte trotz vieler Rückschläge oder als Vereinnahmung des Ostens durch den Westen?

Die politische Wende war von Protesten und Demonstrationen der DDR-Bürger*innen eingeleitet worden und kulminierte mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989.

1000 Seiten Beitrittsvertrag

Mit dem am 31. August 1990 von BRD Innenminister Schäuble und DDR-Staatssekretär Krause als Verhandlungsführer unterschriebenen Einigungsvertrag wurde der Beitritt der DDR endgültig institutionell besiegelt. Auf rund 1.000 Seiten regelt er die rechtlichen Grundlagen für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Die Wirkung des Vertrags trat zum 3. Oktober 1990 ein, weshalb dieser heute als Tag der Deutschen Einheit gefeiert wird.

Wie kam es zu diesen historischen Umbrüchen und wie lebt es sich heute im wiedervereinigten Deutschland? Hier finden Sie Dokumentationen und Berichte, Diskussionen und Gespräche zum 30. „Tag der Deutschen Einheit“.

Aula 30 Jahre nach dem Mauerfall – Brüche, Risse, Verwerfungen

Der Bielefelder Soziologe Wilhelm Heitmeyer untersucht seit Jahren die politischen Einstellungen und den Wertewandel in Deutschland Ost und West. Im Gespräch mit Ralf Caspary erläutert er beunruhigende Ergebnisse.  mehr...

SWR2 Wissen: Aula SWR2

30 Jahre Deutsche Einheit im Gespräch

Gespräch Wie der Westen den Osten übernahm: Ilko-Sascha Kowalczuk über 30 Jahre Deutsche Einheit

Auch 30 Jahre nach Vollzug der Deutschen Einheit erleben wir ein Fremdeln der ehemals Ostdeutschen mit der repräsentativen Demokratie. Und ein Fremdeln damit, Verantwortung und Freiheit für sich selbst zu organisieren und zu übernehmen. Darauf hat der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk in SWR2 hingewiesen. Kowalczuk führt dieses Fremdeln auf eine Art "Identitätslücke" zurück. "Viele klagen bis heute über einen Phantomschmerz", so Kowalczuk. Die Menschen, die in der DDR gelebt haben, hätten nach der Wende millionenfach ihre Arbeit verloren. Aber nicht nur das. Darüber hinaus sei durch den Mauerfall ihre gesamte Existenz in Frage gestellt worden. "Um den Arbeitsplatz in der DDR gruppierte sich das gesamte soziale, gesellschaftliche und kulturelle Leben, in das fast alle Menschen in der DDR eingebunden waren." Und just diesen Kontext hätten sie durch die Deutsche Einheit verloren.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Tagesgespräch Ostbeauftragter Wanderwitz: Bundesregierung will mehr in Zukunftstechnologien investieren

30 Jahre nach der deutschen Einheit herrschen nach Ansicht des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Wanderwitz, in vielen Bereichen faktisch gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen West- und Ostdeutschland. Die großen Anstrengungen der Transformation in den 90er Jahren seien zwar für viele Menschen schmerzhaft gewesen. Sie hätten sich aber gelohnt, sagte der CDU-Politiker im SWR2-Tagesgespräch.
Angesichts der Investition des Elektrobauers Tesla in Brandenburg sagte Wanderwitz. Es müsse noch viele andere Teslas geben. Das sei das feste Ziel der Bundesregierung. Berlin wolle jetzt in Zukunftstechnologien investieren, und zwar rund um die Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Quanten-Computing, das ganze Thema neue Mobilität und allen voran Wasserstoff. Erklärtes Ziel sei hier möglichst viele neue Betriebe in den neuen Bundesländern anzusiedeln. Man müsse noch mal einen neuen Anlauf nehmen.
Auf die Frage, warum es immer noch keinen einzigen Dax-Konzern im Osten gebe, meinte der Ostbeauftragte der Bundesregierung: Die Wirtschaft sei immer noch kleinteiliger, es fehlten ganz große Unternehmen. Dadurch ergebe sich eine geringere Tarifbindung, was auch den Einkommensunterschied erkläre. Es werde nicht dazukommen, dass ein DAX-Konzern seinen Sitz in den Osten verlege. Was bislang nicht passiert sei, werde auch nicht mehr passieren, so Wanderwitz im SWR. „Wir setzen auf Wachstum von Unternehmen, die jetzt teilweise schon eine ganz stattliche Größe erreicht haben, das wird aber noch das eine oder andere Jahr dauern.“
Wanderwitz sagte, er gehe davon aus, dass sein Posten noch eine Legislaturperiode, vielleicht auch zwei, gebraucht würde, er sei aber fest davon überzeugt, dass wenn man 40 Jahre deutsche Einheit feiern werde, würden dann die letzten Unterschiede so klein sein, dass man dann dafür keinen Regierungsbeauftragten mehr brauche, vielleicht bräuchte man dann einen, der sich gesamtdeutsch um die strukturschwächeren Regionen kümmere.  mehr...

SWR2 Tagesgespräch SWR2

Psychologie Warum die DDR bis heute Spuren in der Psyche hinterlässt

Bis zu 40 Jahre DDR-Vergangenheit haben bei vielen Menschen, die in der DDR gelebt haben, Spuren in der Psyche hinterlassen, oft bis heute. Das ist die These des Therapeuten Udo Baer. Viele Menschen könnten noch immer nicht offen über Gefühle sprechen. Jochen Steiner im Gespräch mit Dr. Udo Baer  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Musikgespräch DDR-Jazz-Legende Günter „Baby“ Sommer über 30 Jahre Wiedervereinigung

„Nach dem Fall der Mauer haben nur noch Kriterien der Leistung eine Rolle gespielt“, erinnert sich der Dresdner Jazz-Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer, der schon zu DDR-Zeiten ein international gefeierter Protagonist der Free-Jazz-Szene war. Im SWR2 Musikgespräch berichtet er vom einstigen Unbehagen gegenüber der staatlichen Kulturpolitik und den plötzlich neu zu erlernenden Gesetzen der freien Marktwirtschaft. Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung sei der Aktionsradius für ostdeutsche Jazz-Musiker*innen zwar viel größer geworden. Doch müssten sie teils noch immer um Anerkennung im Westen kämpfen – „ein deutsch-deutsches Kapitel, das noch verbessert werden müsste“, so Günter Sommer.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Gespräch 30 Jahre deutsche Einheit: Sind Ostdeutsche auch Migrant*innen?

Kurz vor den Feierlichkeiten zu 30 Jahren Deutscher Einheit am kommenden Wochenende hat die Autorin und Filmemacherin Angelika Nguyen mehr Geschichten aus migrantischer Perspektive zum Einheitsprozess gefordert. Im SWR2 Journal am Mittag sagte Nguyen: „Damit meine ich People of Color, damit meine ich die jüdische Perspektive, damit meine ich die queere Perspektive, die müssten Eingang finden in die gesamtdeutsche Erzählung.“  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Keine gute Feierstimmung: Historiker Marcus Bröick zu 30 Jahre Deutsche Einheit

Die Einheit als Erfolgsgeschichte und die Einheit als Anschluss oder Unterwerfung des Ostens unter den Westen - das seien die beiden großen Erzählungen und Gegenerzählungen, die in den letzten Jahrzehnten miteinander gerungen hätten, sagt Dr. Marcus Bröick, Historiker an der Ruhr-Universität Bochum, in SWR2 Journal am Morgen. Doch jetzt komme eine dritte Sichtweise hinzu, die eine gemischte Bilanz ziehe.  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

30 Jahre Deutsche Einheit Leben im Schatten der Mauer - Soziologe Heinz Bude über West-Berlin in den 1980er-Jahren

„Die Mauer war eine Naturtatsache“ erinnert sich der Soziologe Heinz Bude an das West-Berlin der 1980er Jahre. Bude selbst lebte damals als Hausbesetzer im Schatten der Mauer – „der Osten hat damals nicht interessiert, erst am Ende der 80er Jahre wurde die Grenze als Schmerzgrenze“ wahrgenommen. Bude hat über diese Zeit gemeinsam mit Bettina Munk und Karin Wieland den Roman „Aufprall“ geschrieben. Kurz vor dem 30. Jahrestag der deutschen Einheit, sagt Bude, befinde sich Berlin erneut in einem Wandel.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung: Wie der Westen nach der Einheit vom Osten gelernt hat

In 30 Jahren Einheit hätten sich Lebensgewohnheiten in Ost- und Westdeutschland auf beiden Seiten sehr viel stärker aufeinander zubewegt, als es viele zunächst erwartet hätten, sagt der Soziologe Norbert Schneider in SWR2. Dabei habe auch der Westen vom Osten gelernt: Zum Beispiel in puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dass lediglich der Osten einen Modernisierungsvorsprung des Westens einholen müsse, habe sich gerade unter demographischen Gesichtspunkten als Erwartung nicht bestätigt. Gerade bei der Erwerbstätigkeit von Müttern sei es der Westen gewesen, der im Vergleich zum Osten deutlich aufgeholt habe. Dasselbe gelte für die Betreuungsquote für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren, bei der in Westdeutschland erst jetzt langsam die hohen Werte in Ostdeutschland von 80 bis 90 Prozent erreicht würden.

Weiterhin zeigten sich aber ebenso auch enorme Unterschiede. Der Bevölkerungsanteil von Menschen mit Migrationsgeschichte sei in Ostdeutschland von unter einem Prozent nach 30 Jahren auf lediglich knapp fünf Prozent gestiegen, während er in Westdeutschland ungleich stärker gewachsen sei. Bei der Altersstruktur dagegen zeige sich, dass die meisten Kreise mit hohen Bevölkerungsanteilen von Menschen über 65 Jahren mittlerweile in Ostdeutschland lägen. Diese Unterschiedlichkeit habe während der vergangenen 30 Jahre deutlich zugenommen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Zeitgenossen Wolfgang Schäuble: „Die Grundidee zum Einheitsvertrag stammt von mir“

Wolfgang Schäuble gilt als „Vater des Einheitsvertrags“. Im Jahr 1990 hat er das Dokument für die Bundesrepublik ausgehandelt und am 31. August 1990 unterschrieben. Damit feiert der Vertrag, genau wie die Wiedervereinigung, in diesem Jahr 30. Geburtstag  mehr...

SWR2 Zeitgenossen SWR2

Die Einheit in Originaltönen im Archivradio

Archivradio Das letzte Jahr der DDR – Der Weg zur Wiedervereinigung

Die Mauer ist weg. Die DDR soll eine Demokratie werden. Doch gleichzeitig locken D-Mark und die Idee einer schnellen Wiedervereinigung. Stationen der Einheit in Originaltönen.  mehr...

SWR2 Wissen: Archivradio SWR2

31.8.1990 Der Einigungsvertrag

31.8.1990 | Der Wille war da, aber es der Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR war kein Selbstläufer. Es wurde gerungen und brauchte einige Anläufe, bis die Wiedervereinigung schriftlich besiegelt wurde. Die schwierigsten Verhandlungsthemen waren: Der Umgang mit den Stasi-Unterlagen und die Frage der Abtreibung.  mehr...

3.10.1990 Der Moment der Wiedervereinigung

3.10.1990 | Es ist Mitternacht: Auf dem Platz der Republik läuten die Glocken und dann spricht Bundespräsident Richard von Weizsäcker die erste Worte zum wiedervereinigten Deutschland.

Obwohl fast alle Rundfunkanstalten diesen Moment übertrugen, ist er nur in den wenigsten archiviert. Bemerkenswert auch: Nach der kurzen Ansprache Weizsäckers hört man ihn noch sagen "Jetzt muss die Nationalhymne kommen". Nach den ersten Tönen ermuntert ihn Hannelore Kohl noch: "Sag was zur Hymne." Doch dabei bleibt es. Nach der Nationalhymne ist dieser "offizielle Teil" erledigt.  mehr...

Leben im wiedervereinten Deutschland

Leben Ost-West-Paare - Deutsch-deutsche Beziehungen 30 Jahre nach der Einheit

Zirka elf Prozent der heutigen Paare sind Ost-West-Paare. Auch Autor Ralph Gerstenberg lebt seit 14 Jahren in einer Ost-West-Beziehung und untersucht Unterschiede, die es bis heute gibt.  mehr...

SWR2 Leben SWR2

Diskussion Warum den Deutschen die Einheit so schwerfällt

Es diskutieren: Prof. Dr. Heinz Bude - Soziologe, Universität Kassel, Ines Geipel - ehemalige Leichtathletin in der DDR und Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin, Sabine Rennefanz - Journalistin und Autorin




Bild:  mehr...

SWR2 Forum SWR2

30 Jahre Mauerfall „Wie in einem anderen Land”: Studie vergleicht „Ossis“ mit Migranten

Ostdeutsche sind in der deutschen Gesellschaft ähnlich benachteiligt wie Migranten. Der Journalist Toralf Staud fühlt sich durch diese These des Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung im SWR-Gespräch bestätigt. Bereits vor 15 Jahren hat er darüber einen Zeitungsartikel mit der Überschrift „Ossies sind Türken“ geschrieben. Ostdeutsche mussten sich komplett umorientieren ohne den Ort verlassen zu haben: „Man war wie in einem anderen Land“.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Deutsche Einheit und Kunst

Ausstellung „Gemeinsam“: 30 Jahre Deutsche Einheit mit der Foto-Agentur Ostkreuz in Pirmasens

2020 wird der 30. Jahrestag der Wiedervereinigung gefeiert. Das Forum Alte Post in Pirmasens tut dies mit einer Fotoausstellung. Dabei werden Bilder der Berliner Bildagentur „Ostkreuz“ gezeigt, die sich kurz nach der Wiedervereinigung gegründet hat, um den gesellschaftlichen Wandel mit dokumentarischen Fotos festzuhalten.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Ausstellung Die „Generation 1975“ erzählt im Haus der Geschichte in Stuttgart von der Wiedervereinigung

Eine Generation aus Ost und West im Dialog – das Ausstellungsprojekt „Generation 1975: Mit 14 ins neue Deutschland“ im Stuttgarter Haus der Geschichte lässt Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Baden-Württemberg, Brandenburg und beiden Teilen Berlins von ihren Erinnerungen an Mauerfall und Wiedervereinigung erzählen. Dabei zeigt sich: die Perspektiven könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die damals Vierzehnjährigen kaum eine Vorstellung von Ostdeutschland hatten, war die BRD für die Altersgenossen im Osten eine selbstverständliche Größe.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Kommentar Die Wippe bringt es auf den Punkt: Ein sinnvolles Einheitsdenkmal in Berlin

Wofür wurden in Deutschland nicht alles Denkmäler gebaut. Dass erst gut 30 Jahre nach dem Mauerfall mit den Bauarbeiten für das offizielle Einheitsdenkmal begonnen werde, sei im Grunde nicht zu fassen, so SWR2 Redakteurin Susanne Kaufmann in ihrem Kommentar. Ob man ein so komplexes Thema wie die deutsche Wiedervereinigung auf eine Wippe reduzieren könne? Man könne es nicht nur – man müsse es auch.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Die Deutsche Einheit in der Literatur

Buch der Woche Ingo Schulze - Die rechtschaffenen Mörder

Ingo Schulze erzählt von dem ostdeutschen Antiquar Norbert Paulini, der sich in der DDR als Dissident feiern ließ und der nach der deutschen Einheit zum rechtsradikalen Eigenbrötler wird.  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Gespräch Heinz Bude, Bettina Munk, Karin Wieland – Aufprall

In den späten 70ern und frühen 80ern war Berlin das Zentrum der Hausbesetzer. Der Soziologe Heinz Bude, die Schriftstellerin Karin Wieland und die Künstlerin Bettina Munk beschreiben in einem gemeinsamen Roman die Zeit dort.

Hanser Verlag, 384 Seiten, 24 Euro, ISBN 978-3-446-26766-4  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Buchkritik Lutz Seiler - Stern 111

„Stern 111“ ist der literarische Blick auf die kurze Zeit nach dem Mauerfall in der alle Utopien möglich schienen.
Rezension von Theresa Hübner.

Suhrkamp Verlag
ISBN 978-3-518-42925-9
528 Seiten
24 Euro  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Buchkritik Steffen Mau - Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft

Der ostdeutsche Soziologe Steffen Mau zieht 30 Jahre nach dem Mauerfall eine persönliche und sozialwissenschaftliche Bilanz der Wende. Rezension von Holger Heimann. Suhrkamp Verlag ISBN 978-3-518-42894-8 288 Seiten 22 Euro  mehr...

SWR2 lesenswert Kritik SWR2

Sachbücher zu 30 Jahre Mauerfall und Wiedervereinigung

Literatur Späte Kulturgeschichte der DDR: „Zwischen den Zeiten“ von Gunnar Decker

Auf beeindruckende Weise bewegt sich Decker durch die Kulturgeschichte Ost, in der er mehr als 50 heute völlig unbekannte Autoren, Filme und Bücher dem Vergessen entreißt. Das Buch ist eine Rückeroberung von Geschichte.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Literatur „Von der Schwalbe zur Datsche“ – DDR-Vokabular zum Nachschlagen

Zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit hat der Dudenverlag das Buch „Mit der Schwalbe zur Datsche“ herausgegeben, eine Art Wörterbuch der DDR, zusammengestellt von der Autorin Antje Baumann . „Wenn man die Wörter aufklappt, dann taucht dahinter etwas ganz anderes auf“, sagt Baumann im SWR2-Gespräch.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch „Kein Frieden ohne Russland“: Matthias Platzeck fordert eine „neue Ostpolitik“

Obwohl der russische Präsident Putin im syrischen Bürgerkrieg auf der Seite des Regimes von Präsident Assad steht, plädiert Matthias Platzeck für eine Annäherung an Russland. „Wir sollten es versuchen“, sagt der SPD-Politiker im Gespräch mit SWR2. Seit der Annexion der Krim habe die westliche Sanktionsstrategie wenig bewirkt: „Die politischen Verhältnisse gleichen einem Scherbenhaufen“, so Platzeck. Daher sei eine Annäherung nötig. Matthias Platzeck war elf Jahre lang Ministerpräsident von Brandenburg. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Russischen Forums und leitet die Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ der Bundesregierung. Matthias Platzeck stellt sein Buch "Wir brauchen eine neue Ostpolitik" in einer Art Vorpremiere in Potsdam im Hans-Otto-Theater vor.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Dokumente des Übergangs

Originalaufnahmen im Archivradio Der Fall der Mauer und das Ende der DDR

1989 bis 1990 | Von den Montagsdemonstrationen über die Öffnung der Mauer bis zur Wiedervereinigung.  mehr...

Zeitgeschichte Die Treuhand – Albtraum der deutschen Einheit?

Nach der Wende kümmerte sich die Treuhand um die Privatisierung oder Abwicklung von DDR-Unternehmen. Viele Menschen verloren damals ihren Arbeitsplatz. Welche Folgen hat dies bis heute?  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Zeitgeschichte Schabowskis Zettel – Wie die Berliner Mauer fiel

Der Fall der Mauer in der Nacht vom 9. auf 10. November 1989 war der Anfang vom Ende der DDR. Je länger dieses welthistorische Ereignis zurückliegt, desto zahlreicher die Legenden.  mehr...

Leben in der DDR

Alltagsleben 30 Jahre DDR, 30 Jahre BRD - Deutsch-deutsche Geschichten aus dem Eis-Café

Mutter Dagmar Lubitz und Tochter Regina Maatz betreiben seit vielen Jahrzehnten das Eis-Café Lubitz im mecklenburgischen Warin. Gemeinsam erzählen sie von den Zeiten vor und nach dem Systemwechsel.  mehr...

SWR2 Leben SWR2

Zeitgeschichte "Intershop" - Der Duft des Westens

Die Waren aus dem "Intershop" wurden für viele DDR-Bürger zum Inbegriff des "Westens". Zielgruppe waren nicht DDR-Bürger, sondern Transitreisende und Touristen aus dem westlichen Ausland.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Jugendkultur Punk und Hip-Hop in der DDR

Ab Ende der 1970er Jahre entsteht auch in der DDR eine musikalische Subkultur-Szene. Hip-Hop und Punk werden zum Ausdruck für die Unzufriedenheit mit dem System.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Zeitgeschichte Das „Archiv der Jugendlyrik der DDR“ – Wenn Dichtkunst zum Staatsfeind wird

Schickt mir eure Gedichte! Ein Deutschlehrer sammelte in der DDR Lyrik von jungen Menschen. Sie schrieben über politische Anlässe, Liebe und Sehnsucht. Das Projekt wurde von der Stasi beobachtet. Hunderttausend Texte liegen heute im Archiv in Jena.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Zwei deutsche Staaten im Kalten Krieg

Doku-Serie Der Koffer aus dem Mauerstreifen

Eine Spurensuche mit Webdoku von Frédérique Veith und Marianne Wendt  mehr...

Feature Kalter Krieg im Radio – Propagandaschlachten im Nachkriegsdeutschland

Vor 30 Jahren endete der Kalte Krieg und damit auch die Propagandaschlacht, die sich Ost- und West-Berliner Sender seit 1946 lieferten. Sieger gab es keine.  mehr...

SWR2 Feature SWR2

Zeitwort 5.11.1949: "Auferstanden aus Ruinen" wird DDR-Nationalhymne

„…laß uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland.“ Einig Vaterland? Ab den 70er Jahren wurde die Hymne in der DDR nur noch instrumental aufgeführt.  mehr...

SWR2 Zeitwort SWR2

Originalaufnahmen im Archivradio Deutsch-deutsche Dramen 1948 - 1989

Bundesrepublik und DDR: Die 40 Jahre der deutschen Teilung waren von Misstrauen geprägt: Berlin-Blockade, Menschenraub, Stasi-Prozesse und Mauerbau - und nach vielen Jahren die Wiedervereinigung.  mehr...

STAND
AUTOR/IN