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100 Jahre Institut für Sozialforschung – Wie lehrreich war die Frankfurter Schule?

STAND

Michael Köhler diskutiert mit
Dr. Svenja Flasspöhler, Chefredakteurin Philosophie Magazin, Berlin
Prof. Dr. Martin Saar, Sozialphilosoph, Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Dr. Jörg Später, Historiker, Freiburg

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Auf einer Karikatur von 1968 heißen Sie „Die Marx Brothers": Adorno, Horkheimer und Habermas sind die Poster-Boys der „Frankfurter Schule" in der Bonner Republik.

Sie entfalteten eine neomarxistische, kritische Gesellschaftstheorie. Angefangen hat das schon Ende Januar 1923. Neuartig war ihre Verbindung von philosophischer Theorie, empirischer Sozialforschung und literarischem Stil.

Was eint sie über 100 Jahre hinweg? Lebt der Gründungsgedanke der Herrschaftskritik und Utopie weiter? Gibt es „kein richtiges Leben im falschen"?

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26.7.1959 Adornos Vortrag über "Kultur und Verwaltung"

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Nicht nur Kleinbürger, sondern alle Schichten sind für einen neuen Faschismus anfällig - nicht nur in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Weil Nationalismus keine gesellschaftlichen Lösungen bieten kann, ist seine Radikalisierung immanent.
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Buchkritik Stuart Jeffries - Grand Hotel Abgrund. Die Frankfurter Schule und ihre Zeit.

Stuart Jeffries erzählt die Geschichte der Frankfurter Schule und ihrer Vertreter und geht dabei genau auf deren philosophischen Denkstrategien ein. Das ergibt eine flüssig geschriebene, durchaus kritische und äußerst informative Lektüre. Rezension von Andreas Puff-Trojan. Aus dem Englischen von Susanne Held Klett-Cotta Verlag ISBN 978-3-608-96431-8 510 Seiten 28 Euro

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