Gespräch

100. Geburtstag von Paul Watzlawick – „Man kann nicht nicht kommunizieren“

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Paul Watzlawick wäre von unserer digital vernetzten Welt „zutiefst fasziniert“ gewesen, meint der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, der für sein eigenes Buch „Die Gewissheit der Ungewissheit“ Gespräche mit Watzlawick geführt hat.

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Paul Watzlawicks Therapeutenzimmer im kalifornischen Palo Alto sei für den Philosophen, Psychoanalytiker und Kommunikationstheoretiker so etwas wie ein „erkenntnistheoretisches Labor“ gewesen. Er habe sich intensiv den Kommunikationsmustern gewidmet, die Leid entstehen lassen, die Kommunikation von verbiesterten Ehepaaren oder überforderten Chefs.

So sei schon die Mitteilung, nicht kommunizieren zu wollen, Kommunikation — aus dieser Beobachtung machte Watzlawick seinen berühmten Satz: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“

„Sofort-Eskalation, Sofort-Konfrontation, die unmittelbare Gegenwart von anderen Ansichten und Meinungen im eigenen Kommunikationskanal“ – was wir heute in den Sozialen Medien erleben, wäre eine ungeheure Fundgrube „für einen so kühlen und gleichzeitig humorvollen Analytiker“ wie Paul Watzlawick gewesen, ist Bernhard Pörksen überzeugt.

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