Wanderweg in der Südpfalz zum Leben des Malers Auf den Spuren von Max Slevogt wandern

Wanderweg in der Südpfalz zum Leben des Malers Auf den Spuren von Max Slevogt wandern

Max-Slevogt-Wanderweg in der Pfalz. Stationsbild. (Foto: SWR, SWR - Martina Conrad)
An einem dieser Spätsommertage muss der Impressionismus entstanden sein: Duftig leicht liegt der Nebel über der Rheinebene, zu unseren Füßen goldgelbe Weinberge und kleine verträumte Ortschaften. Direkt vor dem ehemaligen Künstlerdomizil, dem Slevogthof, stehen drei Tafeln. Eine Gruppe von 14 Personen versammelt sich um den heutigen Führer Max Emanuel, Kultur- und Weinbotschafter. Er erklärt den Slevogt-Wanderweg: über 12 Stationen auf mehr als neun Kilometer Länge. SWR - Martina Conrad
Der so genannte Bal Parée zeigt eine große, festliche Veranstaltung - ein recht bekanntes Bild von Slevogt. Das Besondere daran: Es ist das einzige bekannte Doppelporträt des Malers und seiner Frau Antonie. Ein prächtiges Bild, auf dem das Ehepaar in festlicher Abendgarderobe zu sehen ist. Slevogt war begeisterter Opernfan. Auf dem Slevogthof waren berühmte Sänger wie der Bariton Francisco d'Andrade zu Gast. SWR - Martina Conrad
Dann geht es in den Wald. Ein Tipp für Wanderer: die Anstiege sind weniger steil, wenn man den Weg in umgekehrter Reihenfolge geht. Das Bild „Mann auf einem Waldweg“ ist von 1904. Es markiert die Stelle, an der Slevogt das Bild gemalt hat. Charakteristisch für den impressionistischen Stil: Das Spiel von Licht und Schatten. SWR - Martina Conrad
Damit Wanderer nicht vom Weg abkommen, ist die neun Kilometer lange Route des Slevogt-Wanderweges gekennzeichnet mit dem Selbstporträt des Malers auf kleinen, rautenförmigen Bildern. SWR - Martina Conrad
Wanderführer Max Emanuel kann viele weitere Aspekte zur Kunstgeschichte und zur Biographie des Malers beitragen. Max Slevogt gelte zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth als Dreigestirn des deutschen Impressionismus beziehungsweise der Plein-air-Malerei, der Freiluftmalerei. SWR - Martina Conrad
Zwischendurch gibt es einen kleinen Umtrunk mit Riesling. Auch Slevogt hat gerne getrunken und gegessen, eine gute Zigarre geraucht. "Es ist bekannt, dass er gern nach Klingenmünster ging - zum Ochsenwirt. Da hat er gerne die Bratwurst mit Schuss gegessen", so Max Emanuel. Der Slevogt-Wanderweg behandelt nicht nur das Werk des Künstlers, sondern will auch Menschen und Orte einbeziehen, die für den Maler in der Region wichtig waren. SWR - Martina Conrad
Die Schilder des Slevogt-Wanderweges wurden von örtlichen Weingütern gestiftet, die auch einen speziellen Slevogt-Wein anbieten. SWR - Martina Conrad
Der Slevogt-Wanderweg endet am Friedhof der Familie, unweit des Slevogthofes, mitten im Wald. Einer der Orte der Ruhe und Besinnung, die als Motive oft auch in den Bildern des Impressionisten wiederkehren. Der Künstler hat die Pfalz mit seinen Bildern berühmt gemacht. Der Wanderweg macht die Orte zugänglich, an denen diese Bilder entstanden sind. SWR - Martina Conrad
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