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„Wie kuratiere ich überhaupt etwas im digitalen Raum?“ — diese Frage habe ihn schon länger beschäftigt, erklärt Johan Holten, Direktor der Kunsthalle Mannheim. Sein Museum arbeitet zusammen mit dem Kunstmuseum Stuttgart im Projekt „Vom Werk zum Display“, das neue digitale Formate für Ausstellungen und Kunst-Darstellung entwerfen soll.

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Am Anfang seiner Überlegungen und längere Zeit vor dem Start der Corona-Pandemie — durch die Digitalisierung in Museen erst zum großen Thema wurde — habe es kaum Formate gegeben, so Holten.

Förderung von der Kulturstiftung des Bundes

Nun würden in dem auf vier Jahre angelegten Projekt neue Möglichkeiten der Digitalisierung von Kunstwerken und der interaktiven Nutzung von Kunstsammlungen erforscht. Dafür gibt es nun auch finanzielle Hilfe in Höhe von insgesamt 880.000 Euro von der Kulturstiftung des Bundes.

So sollen Nutzer*innen z.B. Wilhelm Leibls Gemälde „Die rechte Hand aus dem Langbehn-Bildnis“ von 1877 per „Hand-O-Mat“ selbst nachstellen können, indem die eigene Hand aufgenommen und ins Netz eingespeist wird.

Digitalisierungsprozess wird Corona überdauern

Bei Sarah Morris' Werk „Equalizer“ von 2017 kann ein Equalizer selbst nachgebaut werden. Der Digitalisierungsprozess der Museen werde auch nach Corona weitergehen, davon ist Johann Holten überzeugt.

„Erst wird man sehr froh sein, die Kunst wieder in Museen selbst zu sehen, aber die Krise hat auch gezeigt, dass wir die Digitalisierung nicht vernachlässigen dürfen“, so Holten in SWR2.

Gespräch Onlinespiele, Podcast & Co — Wie der digitale Museumsbesuch ein Erlebnis wird

Viele Museen würden ihr Angebot inzwischen ins Netz stellen, in Form von Podcasts zum Beispiel, sagt die Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Journalistin Anika Meier in SWR2 Kultur Aktuell. Nun könne man anfangen, zu schauen, wie man Menschen in Ausstellungen zusammenbringen könnte. Meiers Schwerpunkt ist digitale Kunst. Und die Digitalität könnten Museen mehr nutzen. Mit der König Galerie habe sie auf die Möglichkeiten von Computerspielen zurückgegriffen, so Meier, und ein Multi-Player-Game zu einer Ausstellung des britischen Künstlers Thomas Webb umgesetzt: „Man gibt seinen User-Name ein und taucht dann als Avatar auf und sieht, welche User sich noch in der Computerspiele-Welt bewegen.“  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Karlsruhe

Gespräch Likes für Kunst: Badisches Landesmuseum plant App nach Tinder-Prinzip

Besucher*innen des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe sollen zukünftig mithilfe einer neuen App Kontakt zu Ausstellungsstücken aufbauen können. Das Konzept funktioniert ähnlich wie bei der Dating-Plattform Tinder nach dem Motto: Wegwischen, was nicht gefällt. Aber auch das Ausstellungsstück könne einen Kontakt „ablehnen“, sagt Eckard Köhne, Direktor des Museums, in SWR2.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Mannheim

Interview Mit Johan Holten in der Anselm-Kiefer-Schau

Seit Monaten steht die Anselm Kiefer-Schau in der Kunsthalle Mannheim in den Startlöchern, doch wann geöffnet wird, ist immer noch ungewiss. Steffen König spricht mit Kunsthallen-Chef Johan Holten über sein Lieblingswerk, Herausforderungen beim Aufbau der Schau, den Umgang mit vergänglichen Materialien und digitale Appetizer.  mehr...

Kunscht! SWR Fernsehen

Forum Die Kunst der Veränderung - Muss sich das Museum neu erfinden?

Es diskutieren:
Dr. Ralf Beil, Generaldirektor UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Dr. Andreas Henning, Direktor des Museum Wiesbaden
Prof. Dr. Astrid Pellengahr, Direktorin des Württembergischen Landesmuseum Stuttgart
Moderation: Marie-Christine Werner  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Gespräch Museum der Zukunft: Klappt die Digitalisierung der Ausstellungen?

Die Corona-Zeit sei ein Sprung über eine riesige Klippe gewesen, sagt Lavinia Frey, Geschäftsführerin des Humboldt-Forums in Berlin. Die Museen hätten in der Frage der Digitalisierung einen großen Schub nach vorn gemacht, ist sie überzeugt. Zur Zukunft der Museen veranstaltet das ZKM in Karlsruhe eine Online-Diskussion.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

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