STAND
AUTOR/IN

Unsichtbares sichtbar machen und unhörbares hörbar machen, ist das Motto der Gruppenausstellung „Enter the Void“ mit Beiträgen von Lawrence Abu Hamdan, Ursula Biemann, Forensic Architecture und Paulo Tavares in der Kunsthalle Mainz. Die Künstler*innen beschäftigen sich mit gewaltsamen Ein- und Übergriffen auf der ganzen Welt und dokumentieren sie.

Audio herunterladen (3,4 MB | MP3)

„Negative evidence“ — Beweisen, was fehlt

Wie kann man etwas zeigen, für das es — augenscheinlich — keine Beweise gibt? Diese Frage beschäftigt das Forscher*innenkollektiv Forensic Architecture vom Goldsmiths College der University of London.

Mit wissenschaftlichen Mitteln untersuchen sie Tatorte und Fälle von Eingriffen in Menschenrechte und Terroranschlägen und machen mit digitalen Werkzeugen sowohl den Rechercheprozess als auch die Ergebnisse für das Publikum sichtbar.

Große Kollaboration

Aus dem Kollektiv hervorgegangen sind der jordanische Künstler Lawrence Abu Hamdan, sowie der brasilianische Künstler Paulo Tavares. Gemeinsam mit Forensic Architecture und der Schweizerin Ursula Biemann sind sie nun vereint in der Ausstellung „Enter the Void“ in der Kunsthalle Mainz.

Während Abu Hamdan sich in seiner Arbeit auf sonore Experimente und Stimm- und Tonanalyse spezialisiert hat, beschäftigen sich Biemann und Tavares mit dem Ökosystem.

Preview to نطق my show [...] renovation and re-edit of ‘the whole truth’ (video above) from way back in 2012. Made with @_o_r_g

Kunst im Kampf für die Menschenrechte

Sie alle thematisieren „Voids“ — Leerstellen, Lücken und leisten mit ihren Werken wichtige Beiträge im Kampf um Demokratie, Gerechtigkeit, Natur- und Menschenrechte.

„Löcher, Lücken sind überall um uns herum. Das können sowohl physische Löcher sein als auch Wahrnehmungslücken, als auch Informationen, die uns z.B. aus bestimmten Gründen verschwiegen werden oder die verloren gegangen sind.“

Stefanie Böttcher, Leiterin der Kunsthalle Mainz

Die Ausstellung in der Kunsthalle Mainz läuft vom 10.7. - 1.11.2020.

Kunst Virtuelle Rekonstruktion von Aleppo - für einen guten Zweck

Die gemeinnützige Agentur „Art Helps“ aus Stuttgart hat Teile der zerstörten Altstadt von Aleppo virtuell als 360-Grad-Szenario rekonstruiert.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gesellschaft „Schrei nach Gerechtigkeit“: Preisgekrönter Dokumentarfilmer Feras Fayyad sagt im Folter-Prozess gegen syrischen Geheimdienst aus

„Es geht um Wahrheit. Eine Wahrheit, die von der ganzen Welt gesehen werden soll. Es ist der Schrei nach Gerechtigkeit.“ Sagt der syrische Dokumentarfilmer Feras Fayyad. 2018 und 2020 wurden seine Dokumentarfilme, „Die letzten Männer von Aleppo“ und „Eine Klinik im Untergrund — The Cave“ für den Oscar nominiert.

Fayyad sagt als Zeuge und Nebenkläger im weltweit ersten Prozess gegen syrische Geheimdienstmitarbeiter in Koblenz aus. Er ist selbst in einem der Geheimdienstgefängnisse gefoltert worden. In Syrien werden diese Foltergefängnisse totgeschwiegen, aus Furcht. Allein über sie zur sprechen ist lebensgefährlich. Deshalb hat der Prozess von Koblenz für Syrerinnen und Syrer eine so große Bedeutung.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Filmkritik Blick in die Finsternis des syrischen Bürgerkriegs: „Für Sama“ von Waad al-Kateab

Die Doku „Für Sama“ von Waad al-Kateab wirft einen Blick ins düstere Herz der Finsternis und erzählt vom Bürgerkrieg in Syrien. Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat die Aktivistin ihr Leben im aufständischen Aleppo dokumentiert, rund um eines der letzten Krankenhäuser. Aus über 500 Stunden Material hat al-Kateab zusammen mit Dokufilmer Edward Watts eine 95-minütige Doku gemacht, die einen ins Mark trifft. In Cannes wurde „Für Sama“ als beste Doku ausgezeichnet.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
AUTOR/IN