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Ungerechte Verteilung von Corona-Hilfen - Galerien wehren sich gegen Vorwürfe

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INTERVIEW
Pia Masurczak

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Schwere Vorwürfe gegen Galerist*innen stehen im Raum: Etwa 30 Millionen Euro aus dem Hilfsprogramm Neustart Kultur sollen zu Unrecht an Galerien geflossen sein – ohne dass geprüft wurde, ob die Zahlungen tatsächlich nötig waren. Das ergab eine Recherche von Deutschlandfunk Kultur. Die Galeristin Rita Burster wehrt sich gegen die Vorwürfe, das Geld sei vor allem an die Künstlerinnen und Künstler geflossen.

Gespräch Corona-Hilfen für Galerien – falsch gefördert, Geld verschwendet

„Das war etwas, dass mich erschüttert hat“, sagt Fabian Dietrich, Journalist im Gespräch mit SWR2. Mit dem Recherche-Team von Deutschlandfunk Kultur hat er herausgefunden, dass das Corona-Hilfsprogramm „Neustart Kultur“ an Galerien und Kunstmessen ging, die doch keinen Bedarf gehabt hätten, da „der Staat wirklich nur die Lobbyisten gehört hat“, sagt Dietrich. Aktuell soll wieder eine Milliarde Euro für die Kultur bereitgestellt werden und Fabian Dietrich hofft, dass dieses Mal zuerst geprüft wird, wer das Geld am nötigsten braucht. „Ich wünsche mir, dass nicht der das Geld bekommt, der am lautesten schreit und die besten Kontakte hat.“

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Kulturförderung DLF-Recherche: Privater Kunstmarkt profitiert von ungerechter Verteilung von Corona-Hilfsgeldern für Kultur

Aktuelle Recherchen des Deutschlandfunks (DLF) Kultur weisen auf eine ungleiche Verteilung der staatlichen Corona-Finanzhilfen für Kultureinrichtungen hin. So hätten verschiedene Galerien und Kunstmessen mehrfach Gelder aus dem Hilfsprogramm „Neustart Kultur“ bezogen.

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