Sehenswertes im Erkenbert-Museum Frankenthal Kaiserglocke und Frankenthaler Bibel

Von Max Knieriemen

Aus Frankenthal in die Londoner British Library

Das Haus präsentiert auf drei Etagen die Stadtgeschichte der einstigen Festungs- und Garnisonsstadt, die auch als Dritte Hauptstadt der Kurpfalz bekannt war.

Die berühmtesten Erzeugnisse aus Frankenthal haben die Stadt schon längst verlassen, etwa die Frankenthaler Bibel, die schon lange in der Londoner British Library lagert. Oder die 26 Tonnen schwere Kaiserglocke des Kölner Doms, gegossen in der rheinland-pfälzischen Industriestadt.

Stadtgeschichte und Frankenthaler Malerschule um 1600

Aber in so einem produktiven Örtchen wie Frankenthal ist auch vieles geblieben. Die schönsten erhaltenen Stücke aus der Stadtgeschichte stellt das Erkenbert-Museum aus. Etwa die merowingischen Gräber samt Beigaben (ab 500 n. Chr.), der Gemäldebestand der Frankenthaler Malerschule um 1600, zum Beispiel Anton Mirou, Pieter Schoubroeck und Gillis van Coninxloo.

Entwicklung der "Fabriquenstadt" zur modernen Industriestadt

Außerdem dokumentiert das Erkenbert-Museum die Entwicklung von der sogenannten "Fabriquenstadt" aus der Zeit des Kurfürsten Carl Theodor (1724–1799) - Glockengießerei, Herstellung von Tuchwaren bis hin zur modernen Industriestadt des 20. Jahrhunderts - Zuckerfabrik, Produktion von Druckmaschinen, Pumpen und Turbinen.

Erkenbert aus Worms (Foto: Pressestelle Stadt Frankenthal - Foto: Pressestelle Stadt Frankenthal)
Pressestelle Stadt Frankenthal - Foto: Pressestelle Stadt Frankenthal

Übrigens: Der Name des Museums geht auf den aus Worms stammenden Erkenbert zurück, der 1119 das Augustiner-Chorherrenstift in Frankenthal gründete. Von der ehemaligen St. Maria Magdalena-Stiftskirche, einem romanischen Pfeilerbau, ist jedoch nur eine Ruine erhalten.

Das Erkenbert-Museum in Frankenthal ist geöffnet dienstags von 10 bis 18 Uhr und Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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