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„Tutanchamun – sein Grab und die Schätze“ in Mannheim

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Die berühmte Goldmaske des Pharaos, sein Thron und zahlreiche andere Grabbeigaben zählen zu den wertvollsten Kunstschätzen überhaupt. Im Original werden sie im Ägyptischen Museum von Kairo und auch in Luxor aufbewahrt und seit den 1980er-Jahren nicht mehr an Museen verliehen.

Als Kopien touren sie seit 2008 durch die Welt und ziehen das Publikum nicht weniger in den Bann. Bis Ende Februar machen die von ägyptischen Kunsthandwerkern detailgetreu nachgebildeten rund 1000 Grabbeigaben Tutanchamuns in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen Station.

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Sarkophag in der Ausstellung „Tutanchamun: sein Grab und die Schätze“  (Foto: Pressestelle, Rainer Kurzeder / Reiss-Engelhorn-Museen)
Sarkophag in der Ausstellung „Tutanchamun: sein Grab und die Schätze“ Pressestelle Rainer Kurzeder / Reiss-Engelhorn-Museen

1000 mit Goldlack versehene Repliken

„Tutanchamun – sein Grab und die Schätze“ präsentiert in Mannheim perfekte Kopien und Repliken von 1.000 Grabschätzen des mit nur 18 Jahren verstorbenen Pharao. Seit 2008 ist die Tutanchamun-Schau auf Weltreise. Bislang sahen sie 6,5 Millionen Besucher, weshalb inzwischen sogar drei Tutanchamun-Ausstellungen in parallelen Ausstellungsuniversen unterwegs sind.

Nicht alles ist Gold, was glänzt. Für die 1.000 Repliken sollen aber immerhin insgesamt 30 Kilogramm Goldlack verarbeitet worden sein. Das strahlt dann schon bei gedimmten Licht und in Grabesruhe, denn Audioguide mit Kopfhörer ist Pflicht.

 Tutanchamuns Grab in der Ausstellung „Tutanchamun: sein Grab und die Schätze“  (Foto: Pressestelle, Rainer Kurzeder / Reiss-Engelhorn-Museen)
Tutanchamuns Grab in der Ausstellung „Tutanchamun: sein Grab und die Schätze“ Pressestelle Rainer Kurzeder / Reiss-Engelhorn-Museen

Die Totenschreine. Ein Streitwagen. Das Bett, der Thronsessel und die Totenmaske von Tutanchamun sind zu sehen. Keine Originale, aber irgendwie eine atemberaubende Rekonstruktion, findet die Ägyptologin Dr. Gabriele Pieke, Leiterin der altägyptischen Sammlungen der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen.

„Tutanchamun“ erstmals in einem kunsthistorischen Museum

Die Besucher bewegen sich auf den Spuren von Howard Carter, der 1922 das ungestörte Grab von Tutanchamun entdeckte und vermarktete. Ein Jahrhundert später funktioniert das auch mit perfekten Kopien, die laut Veranstalter Semmel Concerts von ägyptischen Kunsthandwerkern gefertigt worden sind.

Bislang war „Tutanchamun – sein Grab und die Schätze“ nur in deutschen Messehallen zu sehen. Jetzt erstmals in einem richtigen kunsthistorischen Museum. Dafür vermieten die Reiss-Engelhorn-Museen ein halbes Jahr lang ihr Zeughaus. Im März 2022 zieht Tutanchamun dann von Mannheim weiter nach Moskau.

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