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Trierer Goldschatz wieder gut geschützt zu sehen

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AUTOR/IN
Sandra Biegger

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Im Oktober 2019 hatten Einbrecher versucht, den knapp 19 Kilogramm schweren Schatz aus dem Rheinischen Landesmuseum in Trier zu stehlen. Sie schafften es aber nicht, der Alarm ging damals rechtzeitig los. Inzwischen wurde mehr als eine Million Euro in die Sicherheit des Museums investiert. Seit dem 10. September 2022 ist das neu gestaltete Münzkabinett mit dem Goldschatz wieder für Besucher geöffnet. Der Goldschatz zählt neben der Porta Nigra zu den größten Attraktionen Triers.

Münzen aus dem Goldschatz im Landesmuseum Trier (Foto: SWR)
Der Trierer Goldschatz ist der weltweit größte Goldmünzenschatz aus der römischen Kaiserzeit. Im Rheinischen Landesmuseum Trier sind 2.518 der antiken Goldstücke zu sehen. Bild in Detailansicht öffnen
Die Münzen stammen aus der Zeit zwischen 63 bis 196 n.Chr. Auf den Goldstücken sind insgesamt 29 römische Kaiser oder deren Verwandte abgebildet - von Kaiser Nero bis Mark Aurel. Rheinisches Landesmuseum Trier / Th. Zühmer Bild in Detailansicht öffnen
Ausgestellt wird der Goldmünzenschatz im neu gestalteten Münzkabinett des Landesmuseums Trier. Nach dem versuchten Raub im Oktober 2019 wurde das Münzkabinett komplett erneuert und sicherheitstechnisch aufgerüstet. So besteht zum Beispiel die Vitrine, in der der Goldschatz aufbewahrt wird, aus einem bestimmten Panzerglas, dass auch in Museen wie dem Louvre in Paris zum Einsatz kommt. Rheinisches Landesmuseum Trier / Th. Zühmer Bild in Detailansicht öffnen
In den Schaukästen an den Wänden des neuen Münzkabinetts werden noch andere antike Münzen präsentiert. Manche scheinen in der Luft zu schweben. Bild in Detailansicht öffnen
Der wissenschaftliche Wert der gesamten Münzsammlung im Landesmuseum Trier ist nach Meinung vieler Experten einzigartig. Bild in Detailansicht öffnen
Der Goldschatz war 1993 bei Bauarbeiten für ein Parkdeckin in der Trierer Innenstadt entdeckt worden. Experten vermuten, dass das antike Gold im Jahr 196 n. Chr. während eines Bürgerkrieges von einem Unbekannten in einem Keller vergraben wurde. Rheinisches Landesmuseum Trier / Th. Zühmer Bild in Detailansicht öffnen
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Sandra Biegger