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Sie hätten einen sehr ambitionierten Fahrplan für die Rückgaben der als Raubgut eingestuften Benin-Bronzen beschlossen, sagt Kunstministerin Theresia Bauer in SWR2 : „Es gibt einen gemeinsamen Willen, jetzt nicht mehr nur reden und räsonieren, sondern zu handeln.“ Die Gespräche mit Nigeria seien im vollen Gange. Jetzt müssten die Länder und Kommunen entsprechende Entscheidungen und Vorgaben vorbereiten, so Bauer: „Denn zum Teil sind die Bronzen im Landesbesitz, so dass es zum Herausgeben auch eine gesetzliche Grundlage braucht.“ In Baden-Württemberg sei diese schon geschaffen worden.
Bauer betonte, es gehe bei der Einigung nicht nur um Rückgaben, sondern es auch um eine neue Kultur der Kooperation, der Zusammenarbeit zwischen Herkunftsländern und unseren Ländern und um eine neue engere Zusammenarbeit mit den Museen.“

Die Bronzen aus dem Königspalast des damaligen Königsreichs Benin sind in zahlreichen deutschen Museen zu finden. Auch im Stuttgarter Lindenmuseum sind sie ausgestellt. Im 19. Jahrhundert wurden die Benin-Bronzen von britischen Kolonisatoren aus dem heutigen Nigeria gestohlen.

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