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Das Städtischen Museum Engen zeigt in der Sonderausstellung „Hölle & Paradies“ rund 100 Werke deutscher Expressionismus um 1918, darunter auch viele unbekannte Künstler.

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Fünf Jahre lang hat sich der Engener Museumsdirektor Velten Wagner auf die Spuren deutscher Expressionisten begeben und dabei viele in Vergessenheit geratene Künstler entdeckt. Darunter auch Künstler aus dem Südwesten wie Gottfried Graf oder Albert Müller, die aus der Stuttgarter Kunstakademie hervorgingen.  

In einer Sonderausstellung zeigt er nun, wie die Expressionisten nach den traumatischen Erfahrungen des 1. Weltkrieges ihre Hoffnung nach einer besseren Zukunft mit in einer emotionalen Bildsprache auf die Leinwand gebracht haben.

Ausstellung „Hölle und Paradies. Der deutsche Expressionismus” in der Städtischen Galerie Engen (Foto: Städtische Galerie Engen / Karlheinz Grünke)
Albert Mueller, Sonnenaufgang, 1917 Städtische Galerie Engen / Karlheinz Grünke

„Was mir wichtig ist zu zeigen, dass diese Künstler, die diese Paradiesbilder gemalt haben, jetzt nicht flüchten aus der Realität. Nein: sie wollen Entwürfe zeigen, wie es auch anders gehen kann.“

Museumsdirektor Velten Wagner

Geheimtipp für Kunstliebhaber: Engen

Das kleine Städtchen Engen im Hegau ist ein Geheimtipp für Kunstliebhaber. Das städtische Museum zeigt viele Wechselausstellungen mit Werken zeitgenössischer Künstler. Alle 3 bis 4 Jahre findet in dem Museum außerdem eine große Sonderausstellung statt, die meist überregional für Aufsehen sorgt. Das alles liegt an Museumsleiter Velten Wagner. Er hält mit großer Leidenschaft den Betrieb am Laufen. Für die Sonderausstellungen widmet er sich manchmal über Jahre hinweg einem bestimmten Thema. Gerade war es der deutsche Expressionismus.

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