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Johann Friedrich Städel war ein Frankfurter Bankier und Kunstsammler. Unter anderem tausende von Zeichnungen gehörten zu seiner Sammliung. Das nach ihm benannte Städel-Museum hat jahrelang zu den Zeichnungen geforscht und zeigt jetzt erstmals eine Auswahl der Werke. Sie zeugen von einem Fundus des Hauses, der noch bedeutender ist als man bisher dachte.

Ausstellung „Städels Erbe“ in Frankfurt – Hochkarätige Zeichnungen des Kunstsammlers Johann Friedrich Städel

Hendrick Goltzius (1558-1617): Vier Studien einer rechten Hand, ca. 1588-1589 (Foto: Städel Museum Frankfurt)
Er muss wirklich viel Geld gehabt haben, dieser Johann Friedrich Städel. Bis zu seinem Tod 1816 nannte er einige Rembrandts, Michelangelos, Raffaels, Dürers, Lorrains und Watteaus sein eigen, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Was genau der Frankfurter Mäzen alles besaß, weiß man heute nicht mehr genau. Im Bild: Hendrick Goltzius (1558-1617): Vier Studien einer rechten Hand, ca. 1588-1589 Städel Museum Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen
„Städel hat in seinen Stiftungsbrief geschrieben: Man soll bitte nur die Werke behalten, die wirklich museumswürdig sind und das Mittelmäßige und Schlechte - das sind seine Worte - veräußern um mit dem Geld Besseres erwerben zu können “, sagt Martin Sonnabend, der Leiter der grafischen Sammlung. Im Bild: August Félix Fortin (1763-1832): In einer ägyptischen Grabkammer finden Reisende zwei Leichname, 1790 Städel Museum Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen
Zweimal wurde die Sammlung Städel sortiert. 1820, nach dem Tod Johann Friedrich Städels, katalogisierte man die sogenannten museumswürdigen Zeichnungen, die anderen verpackte man zur Lagerung in Kartons. 1860 verkaufte das Museum rund 2000 Werke. Bis heute weiß man kaum, was da verloren ging. Im Bild: Albrecht Dürer: Sitzender nackter Mann mit einem Löwen, 1517 Städel Museum Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen
Schon Johann Wolfgang von Goethe schwärmte von der berühmten Frankfurter Privatsammlung, die Größen der deutschen, italienischen, niederländischen, englischen und französischen Kunst von der Renaissance über den Barock, vom Rokoko bis zum 18. Jahrhundert beinhaltet. Im Bild: Giorgio Fuentes (1756-1821): Bühnenbildentwurf für einen indischen Tempel, um 1796/1800 Städel Museum Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen
Die Sammlung Städel ist bis heute die Grundlage des Frankfurter Museums. Der Mäzen hat früh und klug wichtige Meisterwerke der europäischen Schulen erworben. Ein Fundus, der noch bedeutender ist als man bisher dachte. Städel Museum Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen

Die Ausstellung „Städels Erbe. Meisterzeichnungen aus der Sammlung des Stifters“ läuft noch bis zum 16. August im Städel-Museum Frankfurt.

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