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Seit Dezember 2020 wartet die Beckmann-Ausstellung im Frankfurter Städel Museum auf ihr Publikum — nun ist es endlich soweit. Ab 1915 lebte der im Krieg traumatisierte Maler in Frankfurt am Main. Das Städel-Museum erforscht die hier entstandenen Arbeiten Beckmanns, deren Motive der Künstler oft auf Stadtspaziergängen entdeckte.

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Max Beckmann (Foto: SWR, Martina Conrad)
Von der großen Fotografie an der Wand blickt Max Beckmann den Besucher*innen direkt in die Augen. Der Auftakt der Frankfurter Ausstellung zeigt den Maler desillusioniert, schwermütig, Tränensäcke unter den Augen. Martina Conrad Bild in Detailansicht öffnen
Im Zentrum der Ausstellung steht jedoch die jüngste Erwerbung: Beckmanns „Selbstbildnis mit Sektglas“ von 1919, das programmatisch für seine intensive Beschäftigung mit der Gattung des Selbstbildnisses steht. Pressestelle Städelschen Museums Verein e.V., Ernst von Siemens Kunststiftung und BRD Bild in Detailansicht öffnen
Der „Eiserne Steg“, den Max Beckmann 1923 gemalt hat, war eines seiner Lieblingsmotive. Die Stahlbrücke spannt sich über den gefrorenen Fluss, im Hintergrund sieht man über der Häuserfront am Flussufer den Frankfurter Dom. Pressestelle Städel Museum, Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen
Die Flanierbrücke verbindet damals wie heute das gutbürgerliche Sachsenhausen mit der Innenstadt. Das Atelier des Künstlers liegt nur 50 Meter vom Eisernen Steg entfernt. Die Brücke ist auch eine Metapher, ein Ort des Übergangs. Die andere Seite des Mains wurde Schauplatz für den großen Grafikzyklus „Die Hölle“. Der Nachhauseweg, aus: Die Hölle, 1919 Pressestelle Städel Museum, Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen
„Der Beckmann vor Frankfurt wäre nicht der Weltkünstler geworden. Diese Traumatisierung durch den 1.WK, seine Zeit als Sanitätshelfer in Flandern, hat dazu geführt, dass er gemerkt hat, dass mit den Stilmitteln des Spätimpressionismus unsere heutige Welt nicht mehr darstellbar ist, dass er seinen Stil radikal ändern musste.“ (Alexander Eiling, Kurator am Städelmuseum) Eisgang, 1923 Pressestelle Städel Museum, Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen
Die Bilder der Frankfurter Jahre von Max Beckmann waren nie aktueller als heute in der derzeitigen bedrückenden Pandemie-Situation. Gleichzeitig sind sie der Spiegel einer anderen unsicheren, dunklen Zeit, die auch Max Beckmann persönlich traf – er verlor 1933 als „entarteter Künstler“ seine Anstellung an der Städelschule. Ausstellungsansicht im Städel Museum Frankfurt Pressestelle Städel Museum, Frankfurt Bild in Detailansicht öffnen

Das Frankfurter Bahnhofsviertel bot dem Maler Gelegenheit für unzählige Studien einer Gesellschaft zwischen zwei Weltkriegen mit Kriegsgewinnern, Verliererinnen, Gestrandeten und Emporkömmlingen. Der Künstler öffnet für uns in seinen Bildern Welten hinter der sichtbaren Oberfläche:

„Der Beckmann vor Frankfurt wäre nicht der Weltkünstler geworden. Diese Traumatisierung durch den ersten Weltkrieg, seine Zeit als Sanitätshelfer in Flandern, hat dazu geführt, dass er gemerkt hat, dass mit den Stilmitteln des Spätimpressionismus unsere heutige Welt nicht mehr darstellbar ist, dass er seinen Stil radikal ändern musste.“

Max Beckmann (Foto: Pressestelle, Städel Museum, Frankfurt)
Ausstellungsansicht im Städel Museum Frankfurt Pressestelle Städel Museum, Frankfurt

Die Bilder der Frankfurter Jahre von Max Beckmann waren nie aktueller als heute in der derzeitigen bedrückenden Pandemie-Situation. Gleichzeitig sind sie der Spiegel einer anderen unsicheren, dunklen Zeit, die auch Max Beckmann persönlich traf – er verlor 1933 als „entarteter Künstler“ seine Anstellung an der Städelschule.

Ausstellung Zwischen Trauma und Champagnerlaune – Max Beckmann im Frankfurter Städel

Die Ausstellung „Städels Beckmann – Beckmanns Städel“ zeigt die besondere Beziehung zwischen dem Maler und der Stadt Frankfurt. Nach dem ersten Weltkrieg lebte Max Beckmann dort und entwickelte sich zu dem Künstler, den wir heute kennen. Motive fand er in der Stadt und im eigenen Spiegel: Im Zentrum steht das „Selbstporträt mit Sektglas“. Vor Kurzem konnte das Städel dieses Gemälde erwerben, das als ein Schlüssel zum Werk Beckmanns gesehen wird.  mehr...

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Gespräch Städel bekommt Beckmann – Selbstbildnis des Künstlers neu in der Sammlung

Das Städel-Museum in Frankfurt am Main hat das 1919 entstandene „Selbstbildnis mit Sektglas“ von Max Beckmann erworben. Es sei ein Schlüsselwerk der Klassischen Moderne und eine Ikone des 20. Jahrhunderts, sagt der Direktor des Museums, Philipp Demandt. Der Ankauf des Gemäldes sei „ein klares Statement für die Kunst und gegen die reine Marktmacht“, sagt Kulturstaatsministerin Monika Grütters.  mehr...

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Ein Ende des derzeitigen Corona-Lockdown ist nicht in Sicht, auch die Kulturinstitutionen bleiben geschlossen. Viele Theater und Museen in Baden-Württemberg sind daher angewiesen auf Überbrückungshilfen von Bund und Land. Aber kommen die Gelder an, und und helfen sie wirklich?  mehr...

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