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Berge, Wasser, Landschaften, Wälder... Seit 1000 Jahren stehen Naturmotive im Zentrum der chinesischen Kunst. Die Ausstellung im Museum Rietberg entschlüsselt ihre verschiedenen Bedeutungen und gibt Einblicke in die Kultur, Philosophie und Literatur Chinas.

Eigentlich gibt es für „Landschaft“ im Chinesischen noch nicht einmal ein Wort. Und doch ist sie in der Kunst des Landes das wichtigste Sujet. Nicht als Abbild realer Berge, echter Wolken und tatsächlicher Gewässer, sondern als Sinnbild des Einsseins von Mensch und Natur - wobei es für „Natur“ eigentlich auch gar kein Wort gibt...

Ausstellung „Sprechende Landschaften“: Chinesische Kunst aus sechs Jahrhunderten im Museum Rietberg

Motiv der Ausstellung „Sehnsucht Natur – Sprechende Landschaften in der Kunst Chinas” (Foto: Geschenk Charles A. Drenowatz, Museum Rietberg / Geschenk Charles A. Drenowatz, Museum Rietberg / Fondation INK)
Chen Huan, Gelehrtenklause am Bergbach, Ming-Dynastie, datiert 1604, Hängerolle, Geschenk Charles A. Drenowatz, Museum Rietberg; Xiao Sun, Das «Buch der Wandlungen» lesen inmitten von Bergen und Strömen, datiert 1934, Hängerolle, Geschenk Charles A. Drenowatz, Museum Rietberg; Yao Jui-chung (geb. 1969), Wonderful. Secret Lover in Golden House, datiert 2007, Fondation INK Geschenk Charles A. Drenowatz, Museum Rietberg / Geschenk Charles A. Drenowatz, Museum Rietberg / Fondation INK Bild in Detailansicht öffnen
Hai Bo (geb. 1962), Blue Bridge, datiert 2004, Digitaldruck © the artist, courtesy Fondation INK; Xiao Yuncong (1596–1673) und © Museum Rietberg, Foto: Rainer Wolfsberger Bild in Detailansicht öffnen
Mei Qing (1624–1697), Berühmte Ansichten von Xuancheng, Qing-Dynastie, datiert 1679/80, Album, 24 Blätter, Tusche und Farben auf Papier, 27 × 54,5 cm, Geschenk Charles A. Drenowatz © Museum Rietberg, Foto: Rainer Wolfsberger Bild in Detailansicht öffnen
Gong Xian (1619-1689), Tausend Gipfel und zehntausend Täler, Qing-Dynastie, um 1670, Hängerolle, Tusche auf Papier, 62 × 102 cm, Geschenk Charles A. Drenowatz © Museum Rietberg, Foto: Rainer Wolfsberger Bild in Detailansicht öffnen
Liu Guosong (geb. 1932), Snow, datiert 1967, Hängerolle, Tusche und Farben auf Papier, Geschenk Charles A. Drenowatz, Museum Rietberg Geschenk Charles A. Drenowatz, Museum Rietberg Bild in Detailansicht öffnen
Li Huayi (geb. 1948), Landschaft, datiert 2009, Tusche und Farbe auf Papier © the artist, courtesy of Fondation INK Bild in Detailansicht öffnen
Li Keran (1907–1989), Auf schroffen Gipfeln wohnt Schönheit in unendlicher Vielfalt, um 1961, Hängerolle, Tusche und Farben auf Papier, 70 × 46 cm, Geschenk Charles A. Drenowatz © Museum Rietberg, Foto: Rainer Wolfsberger Bild in Detailansicht öffnen
Yang Yongliang (geb. 1980), Phantom Landscape, datiert 2010, Video, Farbe, Ton, 3:23 Min, DSL Collection, Paris © Yang Yongliang, courtesy Yang Yongliang Studio Bild in Detailansicht öffnen

Es ist die Sehnsucht nach Ordnung, die sich in den Gemälden widerspiegelt. Auch dann, wenn etwas nicht „in Ordnung“ ist. Und das war im Reich der Mitte schon ziemlich oft der Fall, nicht nur in der Gegenwart. Das Museum Rietberg zeigt jetzt aktuelle künstlerische Positionen neben klassischen Meisterwerken der vergangenen Jahrhunderte. Die starken Linien der Tradition und ihre feinen Brüche. Denn Widerspruch oder gar Protest, das ist in Chinas Kunst seit jeher - wenn überhaupt - dann nur mit Feinsinn möglich.

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