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Vorerst weiter mit dem langjährigen Leiter des Karlsruher ZKM, Peter Weibel? Die baden-württembergische Kunststaatssekretärin Petra Olschowski sieht darin keinen Gesinnungswandel in der Landesregierung. Der Vertrag Peter Weibels laufe bis Ende 2020, so Olschowski in SWR2. Es sei klar, dass diese Übergangszeit mit Peter Weibel gestaltet werde.

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Die öffentliche Debatte in der Personalfrage um Weibel habe sich seit dem Sommer zugespitzt. Kuratorium, Fördergesellschaft und ein Teil der Karlsruher Bürgerschaft hätten sich für eine Vertragsverlängerung ausgesprochen. „Deshalb sind wir der Meinung“, so Olschowski weiter, „dass es im Moment extrem schwierig wäre für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin, in dieser aufgeheizten Stimmungslage zu starten“ – insbesondere da Peter Weibel selbst signalisiert habe, dass er mit einer Nachfolge zum jetzigen Zeitpunkt nicht einverstanden sei.

Es müssten allerdings „noch einige Gespräche“ stattfinden, bis sich entscheide, ob es tatsächlich zu einer Vertragsverlängerung kommt. „Tatsächlich sind wir der Meinung, dass es ein guter Zeitpunkt ist, den Wechsel jetzt einzuleiten“, betonte die Kunststaatssekretärin im Gespräch mit SWR2.

Ausstellung „Mister ZKM“: Karlsruher Schau zum 75. Geburtstag von Peter Weibel

Peter Weibel ist für viele einfach „Mister ZKM“. Seit 20 Jahren leitet er das „Zentrum für Kunst und Medien“ in Karlsruhe und hat diese weltweit einmalige Einrichtung zum international hochgerühmten „Mekka der Medienkunst“ gemacht. Doch Peter Weibel ist nicht nur künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM, international gefragter Kurator und Medientheoretiker, sondern eben auch ein Künstler. Zum 75. Geburtstag widmet das ZKM seinem Hausherrn eine große Retrospektive. Die Schau mit dem Titel „respective Peter Weibel“ zeigt Werke von seinen Anfängen in den 60er Jahren als Aktionskünstler und Musiker in Wien – bis in die Gegenwart.  mehr...

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