Über 200 Werke im Kunsthaus ausgestellt Kokoschka-Retrospektive in Zürich

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Von Christian Gampert

Das Kunsthaus Zürich hat für seine beeindruckende Oskar-Kokoschka-Retrospektive über 200 Werke aus allen Schaffensphasen des Malers zusammengetragen. Der 1886 geborene Österreicher lehnte Zeit seines Lebens die abstrakte Malerei ab und blieb der Figuration verbunden.

Die Retrospektive umfasst sämtliche von Kokoschka verwendete Techniken. Unter den 200 ausgestellten Arbeiten sind auch zwei monumentale Triptychen, Ölbilder sowie viele Zeichnungen, Briefe und Archivalien.

Kanzler-Portrait von Konrad Adenauer

Kokoschka begann als Expressionist in Wien und hat dann zahlreiche Stilwechsel durchgemacht. 1955, 1959 und 1964 nahm er an der „documenta“ in Kassel teil. In den 1960iger Jahren malte er das offizielle Kanzler-Portrait von Konrad Adenauer.

Über 200 Werke im Kunsthaus ausgestellt Kokoschka-Retrospektive in Zürich

Oskar Kokoschka, Die Prometheus Saga (Foto: Kunsthaus Zürich - © Fondation Oskar Kokoschka /  2018 ProLitteris, Zürich)
Oskar Kokoschka, Die Prometheus Saga (Hades und Persephone, Apokalypse, Prometheus), 1950 (Detail, rechte Seite), Öl und Mischtechnik auf Leinwand, Prometheus: 239 x 234 cm, The Samuel Courtauld Trust, The Courtauld Gallery, London Kunsthaus Zürich - © Fondation Oskar Kokoschka / 2018 ProLitteris, Zürich Bild in Detailansicht öffnen
Oskar Kokoschka, Paul Scheerbart, 1910, Öl auf Leinwand, 70 × 47 cm, Neue Galerie New York, Gift of the Serge and Vally Sabarsky Foundation, Inc. Kunsthaus Zürich - © Fondation Oskar Kokoschka / 2018 ProLitteris, Zurich Bild in Detailansicht öffnen
Oskar Kokoschka, Doppelbildnis Oskar Kokoschka und Alma Mahler, 1912/1913, Öl auf Leinwand, 100 x 90 cm, Museum Folkwang, Essen Kunsthaus Zürich / © Fondation Oskar Kokoschka / 2018 ProLitteris, Zürich - Foto: Museum Folkwang Essen/Artothek Bild in Detailansicht öffnen
Oskar Kokoschka, Time, Gentlemen Please, 1971/1972, Öl auf Leinwand, 130 x 100 cm, Tate: Purchased 1986, Foto: Tate, London 2018 Kunsthaus Zürich - © Fondation Oskar Kokoschka / 2018 ProLitteris, Zürich Bild in Detailansicht öffnen

Kokoschka als Migrant und Weltbürger

Die Schau will aber nicht nur den Künstler, sondern auch den „Migranten und Weltbürger“ Kokoschka ehren, der sich vor allem im Exil für humanistische Prinzipien eingesetzt hatte.

Im Ersten Weltkrieg verwundet und von den Nazis später als „entarteter Künstler“ verfemt, musste er zuerst nach Prag und 1938 nach London emigrieren.
Erst 1975 nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft wieder an. Seit 1953 lebte er in der Nähe von Montreux, wo er 1980 auch starb.

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