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Nachruf auf Hermann Nitsch: Ein bis zuletzt umstrittener Aktionskünstler

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„Er wird sicherlich nicht in einer Versenkung der Kunstgeschichte verschwinden“, sagt Anna Soucek, Kunstredakteurin beim ORF. Hermann Nitsch, der österreichische Maler und Bildhauer starb am Montag im Alter von 83 Jahren.

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Geboren 1938 in Wien, war er ein Mitgründer des Wiener Aktionismus, der sich ab den 1960er-Jahren „radikal gegen gesellschaftlichen Strukturen und Normen gewandt hat“, erklärt Soucek.

In Erinnerung werde sicher sein synästhetisches Gesamtkunstwerk, das „Orgien-Mysterien-Theater“ bleiben, das mit Blut, Kadavern und Eingeweiden zu seinem Markenzeichen wurde.

Hermann Nitsch und sein Orgien-Mysterien-Theater (Foto: IMAGO, IMAGO / ZUMA Wire)
Nitschs in Wien abgehaltene Aktionsarbeit wie mit dem „Orgien-Mysterien-Theater“ führte in den frühen 1960er Jahren zu ständigen Konfrontationen mit den Behörden und Gefängnisaufenthalten. 1968 zog er deshalb nach Deutschland. IMAGO / ZUMA Wire

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