Restitution in Stuttgart Kunstmuseum gibt Bild aus NS-Raubgut zurück

Von Susanne Kaufmann und Chiara Gröning

Das Kunstmuseum Stuttgart hat ein im Nationalsozialismus widerrechtlich entzogenes Ölgemälde an die Erben der Künstlerin Käthe Loewenthal zurückgegeben. Im Gegenzug schenkten die Erben das Bild dem Museum zurück. Das Schicksal von Käthe Loewenthal solle im öffentlichen Bewusstsein verankert werden.

Trotz Restitution: Kunstmuseum darf Bild behalten

Von Provenienzforschern am Kunstmuseum Stuttgart wurde das Gemälde „Spargelstilleben“ als NS-Raubgut identifiziert. Das Werk der Künstlerin mit dem Namen „Spargelstilleben“ hatte die Städtische Galerie Stuttgart 1972 erworben. Allerdings braucht das Kunstmuseum das Bild nicht an die Erben zurückzugeben.

Vielmehr schenkte die Erbengemeinschaft Käthe Loewenthal das Bild dem Museum nach erfolgter Restitution sogar wieder zurück.

Öffentliche Bedeutung der Leidensgeschichte der Künstlerin

Den großzügigen Akt erläuterte Käthe Loewenthals Großneffe, Prof. Wolf Ritscher aus Unterreichenbach bei Pforzheim. Die Erbengemeinschaft wolle sich an dem Bild nicht bereichern. Es gehe darum, die Geschichte des Bildes und das Schicksal von Käthe Loewenthal in der Öffentlichkeit zu verankern.

Käthe Loewenthal war 1941 aus ihrer Stuttgarter Wohnung geworfen und 1942 im Durchgangslager Izbica bei Lublin ermordet worden.

STAND