Ausstellung

Museum Villa Rot eröffnet Ausstellung zum „Lachen“ - Zähne zeigen und schallend lachen in der Kunst

STAND
AUTOR/IN

Eine Axt, die sich ins eigene Holz schlägt, ein eingeknickter Stuhl, der sich selbst hinsetzt, Comicfiguren, eine monumentale Bärenfalle und Fotos von begossenen Pudeln. Dazu Experimente mit der Stimme zum Mitmachen. Der neue Museumsleiter Thomas Schmäschke punktet in der Villa Rot mit einer zeitgenössischen Kunstausstellung zum Schmunzeln und zum Lachen.

Audio herunterladen (2 MB | MP3)

Lachen gibt es in vielen verschiedenen Perspektiven

Zähne zeigen gehört auch zum Lachen, so Museumsleiter Thomas Schmäschke. Als Kurator erkundet er möglichst unterschiedliche Perspektiven: Also nicht nur das fröhliche Haha, sondern eben auch, dass man verhöhnen, verspotten kann, ausgelacht werden. Das möchte keiner gerne, aber es gehört eben auch dazu.

Ja, es geht um kulturelle Unterschiede. Es geht um das kindliche Spiel. Wir können selber etwas ausprobieren und an der einen oder anderen Stelle schmunzeln, lächeln oder auch zum lauten Brüller kommen.

Lachen - was passiert, wenn wir uns freuen (Foto: Pressestelle, Tina Heuter)
Ein Raum der Jugendstilvilla erstrahlt in kitschigem Barbie-Rosa. „Too happy to be a good artist“ verkündet die Neonschrift von Tina Heuter aus Berlin. Zu glücklich, um eine gute Künstlerin zu sein? Ja, dieses zu glücklich! Pressestelle Tina Heuter

Die Ausstellung hat enormen Spaßfaktor

Das Lachen selbst hört man auch in der Schau, in einem Video in Slowmotion, wirkt es eher befremdlich, ja absurd. Ganz natürlich hingegen erklingt es an Mitmachstationen etwa eines Künstlerkollektivs.

Lachen - was passiert, wenn wir uns freuen (Foto: Pressestelle, © Herlinde Koelbl )
Herlinde Koelbl: Foto aus der Serie „Stille Post“, 2017 - 150 x 150 cm Pressestelle © Herlinde Koelbl Bild in Detailansicht öffnen
Alec Soth: Mary. Milwaukee, Wisconsin, 2014, Fotografie - Leihgabe des Künstlers und Loock Galerie, Berlin Pressestelle Alec Soth Bild in Detailansicht öffnen
Peter Land: Untitled (Man in bed, small doors),2006, Ölfarbe auf Glasfaserguss, bemaltes Holz und gemischte Materialien, Maße variabel Pressestelle © Galleri Nicolai Wallner Bild in Detailansicht öffnen
Sophie Gamand Harvey, 2014, Foto aus der Serie „Wet Dog“ Pressestelle Sophie Gamand Bild in Detailansicht öffnen
Ein weißer Stuhl, der mit den hinteren Beinen einknickt wie ein Hund: „Der erste sitzende Stuhl, nach langem Stehen sich zur Ruhe setzend“. Timm Ulrichs humoristische Arbeiten aus den 1970er Jahren. Pressestelle © VG Bild-Kunst Bild in Detailansicht öffnen

Der Spaßfaktor dieser Kunstausstellung ist offensichtlich. Dass der Humor von Loriots berühmtem Fernsehsketch von zwei Herren in der Badewanne oder der Stummfilmstar Buster Keaton bemüht werden, wäre verzichtbar, es wirkt allzu beliebig. Denn zum Schmunzeln und Lachen gibt es in dieser Schau der Villa Rot reichlich.

Burgbrohl

Heimatgeschichte Künstlerduo baut Eifler Lokal im Mini-Format wieder auf: Eine Dorfkneipe als Puppenhaus

Fünfzig Jahre lang war die Kneipe „Ohlers Ännchen“ eine Institution in der Eifel-Gemeinde Burgbrohl. Heute ist sie spurlos verschwunden. In einem partizipativen Kunstprojekt hat das Wiener Künstlerduo Claudia Antonius und Jörg Jozwiak, alias das „Institut für Intersinnforschung“, den verschwundenen Ort wieder auferstehen lassen. Auf der Grundlage von Interviews baute das Künstlerduo ein Architekturmodell – der Versuch, einen Raum anhand von Erinnerungen künstlerisch zu rekonstruieren.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Wie bringen Sie Humor ins Ihr Leben und wozu?

Eva Ullmann vermittelt in Unternehmen, Schulen und Vorträgen, wie Humor funktioniert und wie man ihn lernen kann – gerade auch in angespannten Situationen. Denn Humor bringt Leichtigkeit in die Kommunikation.  mehr...

SWR2 Tandem SWR2

STAND
AUTOR/IN