STAND
AUTOR/IN

Audio herunterladen (4 MB | MP3)

Digitale Technologie und Konsumdenken haben Liebe und soziale Beziehungen verändert: echte Nähe findet immer weniger statt, technische Geräte ersetzen die menschliche Wärme. Das zeigen 17 Künstler*innen aus 12 Ländern in einer spannenden Ausstellung im Freiburger Museum für Neue Kunst. Videos, Fotografien und Installationen suchen nach der Liebe in digitalen Zeiten.

Nur noch Bildschirme am Mittagstisch

Rund 30 Prozent aller Paar beenden heute eine Liebesbeziehung digital , behauptet eine Banderole auf dem Fußboden im Eingangsbereich des Museums. Digitale Medien sind so omnipräsent im Alltag der Menschen, dass die Griechin Maria Mavropoulou sie ins Zentrum menschlicher Beziehungen stellt. Ihre Fotografien zeigen schwarze Räume mit gedecktem Mittagstisch, auf dem nur die Bildschirme leuchten. Menschen kommen hier nicht vor.

Geräteabstinenz mittels Fingerschmuck

Die Künstlerin Hanna Anbert hat Schmuck entwickelt für Daumen und Zeigefinger, die am meisten auf dem Smartphone zum Einsatz kommen. ist der Schmuck aus Gold und Silber angelegt, kann das Smartphone nicht mehr benutzen werden. "Das ist wie 'ne Diätpille für Technologien", sagt Museumsdirektorin Christine Litz.

Kunscht!-Video:„Modern Love” im Freiburger Museum für Neue Kunst

Gespräch Mehr als Likes und Selfies: Wie Instagram die Bildkultur weltweit verändert hat

Die Popularität von Instagram hat eine globale Kulturveränderung bewirkt. „Hier ist so etwas wie ein bildliches Idiom entstanden“, urteilt der Kulturhistoriker Wolfgang Ullrich zehn Jahre nach dem Start der App. Eine Folge sei die Entstehung neuer Begriffe wie „instagrammable“, was mehr bedeute als fotogen zu sein.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Buch der Woche Marius Goldhorn - Park

Für „Smombie“ Arnold ist die virtuelle Welt wichtiger ist als die Realität. Eine Reise nach Griechenland führt ihm erst sein ereignisloses Leben vor Augen und dann zu einer Begegnung mit Liebe und Politik.  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

STAND
AUTOR/IN