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Es sei nichts neues, dass sich mit dem Mauerfall „eine deutsch-deutsche Dynamik“ entwickelt habe, die sich in einer „gewaltvollen Ausgrenzung“ von Juden, Migranten und People of Colour artikulierte. Das sagt Robin Koss, Kurator der Ausstellung „Anderen wurde es schwindelig. 1989/90: Schwarz, jüdisch, migrantisch“ in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:40 Uhr
Sender
SWR2

Direkt nach der Wende sei auch in migrantischen Communities die Euphorie groß gewesen. Gleichzeitig hätten Migrantinnen und Migranten schon früh erlebt, dass sie in der Feierstimmung „nicht mit gemeint sind.“ Durch die Einheit habe es früh strukturelle Ausgrenzungen gegeben, wie die der sogenannten DDR-Vertragsarbeiter, die mit dem Ende der DDR Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen verloren haben. Solche Perspektiven fehlten bisher in den vorherrschenden Erzählungen von der Wende, so Robin Koss.

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