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Großvater der Popart: Larry Rivers im Museum Ludwig Koblenz

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Das Museum Ludwig in Koblenz zeigt eine große Einzelshow mit über 70 Werken des amerikanischen Künstler Larry Rivers. Darunter Zeichnungen, Gemälde, Objekte, Skulpturen und Assemblagen aus amerikanischen Museen und Sammlungen. Larry Rivers gilt gemeinhin als Großvater der Popart. Um so erstaunlicher ist es, dass sein Werk seit 40 Jahren in Deutschland nicht in diesem Umfang zu sehen war.

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Ausstellung Larry Rivers im Museum Ludwig in Koblenz (Foto: SWR, Natali Kurth)
Larry Rivers sah sich eigentlich zuerst als Musiker. Er studierte mit Miles Davis 1945 an der berühmten Juillard School in New York, kam auch mit Künstlern wie Wolfgang Niedecken zusammen, ging in Jazz Clubs. Wenig später interessierte er sich für Malerei. Kommt in Kontakt mit den Künstlern des Abstrakten Expressionismus, wie Jackson Pollock. Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Larry Rivers sieht in Frankreich die französischen Meister und lässt sich von Manets Olympia zu einer Bleistiftzeichnung auf ausgeschnittenem Papier hinreißen. Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Oder er malt den „Tanz“ von Henri Matisse nach und montiert eine Holzpanelle daran, die einen gedeckten Tisch zeigt. Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Larry Rivers nimmt im Prinzip die Vorlage von Jacques Louis David, der Napoleon in seinem Arbeitszimmer in den Tuilerien gemalt hat, und zerlegt sie collageartig. Am Ende stehe seine Provokation „The Greatest Homosexual“, so Direktorin Beate Reifenscheidt. Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen

BAp-Sänger Wolfgang Niedecken besucht die Rivers-Ausstellung

Nicht jeder in Deutschland kann mit dem Namen Larry Rivers etwas anfangen. Doch BAP-Sänger Wolfgang Niedecken kennt den Künstler seit seiner großen Zeit im New York der 70er. Damals hat Niedecken ihn auch persönlich kennengelernt, kaum 20 Jahre jung.

„Larry Rivers. An American European Dialogue.” Ausstellung im Museum Ludwig in Koblenz vom 10. November 2019 bis zum 12. Januar 2020.

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