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INTERVIEW

„Wir möchten, dass sich die Menschen die Werke nicht nur ansehen können, sondern auch kreativ damit werden können“, sagt Freya Schlingmann, Digitalbeauftragte des Frankfurter Städelmuseums. Das Museum hat seine digitale Sammlung — 22.000 Werke — online zum Download und zur Weiterverarbeitung als Creative Commons zur Verfügung gestellt.

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Ein digitaler Meilenstein

Ihnen sei es wichtig, die gemeinfreien Werke der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, sagt Freya Schlingmann, egal ob für wissenschaftliche Zwecke oder als Illustration in Büchern, jeglicher Nutzung solle die Tür geöffnet werden.

Nachdem viele Museen ihre Sammlungen während Corona-bedingten Schließungen online ausgestellt haben, ist diese kreative Öffnung für Schlingmann der nächste Meilenstein, „den wir parallel zum normalen Ausstellungsraum bespielen wollen“. Damit werde auch der Linie des Museumsgründers Johann Friedrich Städel von 1815 gefolgt: „Die Sammlung soll zum Besten der hiesigen Bürgerschaft genutzt werden, auch zu Bildungszwecken.“

Kreative Öffnung der Sammlung

Von Boticellis „Simonetta Vespucci als Nymphe“ bis zu Franz Marcs „liegendem Hund im Schnee“ sind viele bekannte Werke in der Online-Sammlung verfügbar. Die Kunstwerke stehen in hoher Qualität zum Download bereit, sie sind auch beliebig nutzbar, dürfen bei Nennung des Städel-Museums bearbeitet und weiter veröffentlicht werden.

"[...] Maria Sibylla Merian, Rose with Metamorphosis of Leaf Roller and a Glued Beetle Larva, after 1679 👉 find this painting at collection.staedelmuseum.de"

Damit folgt das Städel-Museum in den Fußstapfen anderer großer Museen wie etwa der Smithsonian Institution in den USA, die ihre Sammlungen aus 19 Museen gemeinfrei online zur Verfügung stellt.

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