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Vivien Kabar: Die ungarische Künstlerin zeigt „Augenblicke“ im Schloss Kleinniedesheim

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Das Schloss Kleinniedesheim zeigt einen Überblick über das Schaffen der ungarischen Künstlerin Vivien Kabar. Die 1981 geborene Künstlerin setzt sich in ihren Gemälden mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen auseinander.

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Ambivalente Szenen im Großformat

Vivien Kabar ist Autodidaktin in ihrer Kunst. Ihre fotorealistischen, großformatigen Gemälde sind vom Maler Gottfried Helnwein beeinflusst und zeigen Kinder oder junge Mädchen, die ängstlich, traurig, aber auch in sich verschlossen direkt die Betrachter*innen ansehen.

Ein verschattetes Gesicht verschwindet hinter roten Haaren. Sind die Schatten Zeichen von Misshandlungen oder Ausdruck der Seele? In den Bildern von Vivien Kabar gibt es viele Ambivalenzen, aber immer scheinen die Dargestellten Objekte zu sein, ohne die Möglichkeit selbst zu handeln.

Die Künstlerin übt Sozialkritik

„Ich greife zu diesen Themen zurück, die ich gesehen, erlebt und durchgemacht habe, sowohl selbst als auch wie ich das bei anderen erlebe“, erzählt die 1981 im ungarischen Debrecen geborene Künstlerin.

Sozialkritisch setzt sich Vivien Kabar mit Tabu-Themen der Gesellschaft auseinander: Körperliche und seelische Gewalt, menschliche Abgründe, Geheimnisse und Machtmissbrauch, Einsamkeit und Allein-gelassen-werden. Gerade in Zeiten von Corona, in denen häusliche Gewalt und Misshandlungen von Kindern und Frauen stark zugenommen haben, sind diese Bilder mehr denn je ein Spiegel der Gesellschaft.

Die Ausstellung „Über den Augenblick hinaus“ im Schloss Kleinniedesheim hat jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet und kann vom 8. bis 29. August 2021 besucht werden.

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