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Pierre Soulages, Isa Genzken, Anselm Kiefer: Große Einzelausstellungen warten in den Museen im Südwesten auf das Ende des Lockdowns. Einige der Ausstellungshighlights sind zumindest in Videos oder Online-Präsentationen zu sehen und können hoffentlich nach Ende des Lockdowns auch noch besucht werden.

Pierre Soulages in Baden-Baden

Pierre Soulages ist der französische Meister der abstrakten Kunst, der sich in seinem Werk intensiv mit der Farbe Schwarz auseinandersetzt. 1919 geboren, ist Soulages im wahrsten Sinne ein Jahrhundertkünstler.

Die kreative Produktivität hat Soulages sich bis in die Gegenwart bewahrt. Die große Retrospektive in Baden-Baden zeigt Werke seiner außergewöhnlich langen Schaffensphase von 1946 bis heute.

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Ein Video-Einblick in die Ausstellung:

Isa Genzken in Basel

Isa Genzken zählt zu den bedeutendsten lebenden Künstlerinnen weltweit. Das Werk der Bildhauerin gilt als besonders vielseitig und herausfordernd. Es verbindet Skulpturen mit Installationen, Film, Fotografie und Malerei.

In der Kunsthalle Basel ist nun erstmals das erste Jahrzehnt ihres Schaffens zu sehen, ihre Jahre an der Kunstakademie Düsseldorf, die stark geprägt wurden von Minimal Art und der Arbeit mit Computern: Ein seltener Einblick in ein herausragendes Frühwerk.

Isa Genzken in ihrem Studio, Düsseldorf, 1982 (Foto: Pressestelle, Andreas Schön, ProLitteris, Zurich)
Isa Genzken in her studio, Düsseldorf, 1982 Pressestelle Andreas Schön, ProLitteris, Zurich

Anselm Kiefer in Mannheim

Der bedeutende deutsche Künstler Anselm Kiefer erlangte in der Nachkriegszeit große Bekanntheit, weil er die Tabus der deutschen Gesellschaft offensiv anging. Seine Kunst dieser Zeit zeigt die emotionale Zerrissenheit gegenüber der Verstrickung in historische Schuld.

Anselm Kiefer, Palmsonntag (Foto: Pressestelle, Kunsthalle Mannheim)
Die Installation „Palmsonntag“ von 2007 Pressestelle Kunsthalle Mannheim

Die Schau in Mannheim konzentriert sich auf spätere Skulpturen und Gemälde. Es sind überwältigende Werke, nicht nur durch ihre schiere Größe, sondern auch durch die Materialität – die Lieblingswerkstoffe des Künstlers sind Asche und Blei.

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François Boucher in Karlsruhe

Er gilt als Inbegriff des französischen Rokoko: Der selbst aus einfachen Verhältnissen kommende François Boucher war der Maler der galanten Welt, die er in lasziven, allegorischen und erotischen Motiven darstellte.

Anlässlich seines 250. Todesjahrs widmet die Kunsthalle Karlsruhe dem Hofmaler von Ludwig XV. die erste Einzelausstellung in Deutschland.

Valie Export in Baden-Baden

Die österreichische Konzeptkünstlerin Valie Export gilt als eine Ikone der feministischen Kunst. Intensiv und radikal setzt sie sich mit den Verbindungen zwischen Körper und Medien auseinander.

Passend widmet sich die Baden-Badener Ausstellung dem Moment der Berührung in ihrem Werk und zeigt, wie Valie Export in raumgreifenden Installationen und Filmen die Grenzen zwischen Realitäten überschreitet.

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Gilbert & George in Frankfurt am Main

Seit über einem halben Jahrhundert macht das exzentrische Londoner Künstlerduo Gilbert & George gemeinsam Kunst. In ihrem großformatigen Collagen sind sie selbst das Thema.

In teils spielerisch-kitschiger, teils provokanter Darstellung kreist ihr Schaffen um Themen wie Religion, Sex, Tod, Hoffnung und Leben. Diesem bildgewaltigen Universum widmet die Frankfurter Kunsthalle Schirn im kommenden Jahr eine umfangreiche Retrospektive.

Gilbert & George, Leafage, 1988. (Foto: Pressestelle, Gilbert & George)
Gilbert & George, Leafage, 1988. Pressestelle Gilbert & George

Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht in Mainz

Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa: Über 500 Jahre lang haben Kaiser die Geschicke Europas bestimmt. Insbesondere das Rhein-Main-Gebiet entwickelte sich mit der Kaiserkrönung Karls des Großen zu einem wichtigen Machtzentrum des Mittelalters.

Die große Landesausstellung in Rheinland-Pfalz beleuchtet diesen faszinierenden Ausschnitt mittelalterlicher Geschichte mit vielen beeindruckenden Original-Exponaten.

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Französischer Impressionismus in Stuttgart

Frankreich-Fans kommen in dieser Kunst-Saison voll auf ihre Kosten: Auch die Staatsgalerie Stuttgart zeigt französische Kunst, nämlich Meisterwerke des Impressionismus. Zu sehen gibt es Werke aus Privatsammlungen, die bisher nie öffentlich zu sehen waren.

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Dabei macht die Ausstellung Kunst mit allen Sinnen erlebbar: Die Werke von Manet, Renoir, Monet, Pissarro, Sisley und Degas nicht nur zum anschauen, sondern auch zum riechen, hören und fühlen!

Pierre Auguste Renoir, Das Gewächshaus (Foto: Pressestelle, Staatsgalerie Stuttgart)
Pierre Auguste Renoir, Das Gewächshaus, um 1876. Leihgabe aus Privatbesitz Pressestelle Staatsgalerie Stuttgart

Slow Life – Radikale Praktiken des Alltags in Koblenz

Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit den drängenden globalen Fragen unserer Zeit auseinander. Die Ausstellung folgt dem Ansatz, dass die Welt sich in der Krise befindet. Welche Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft hat unser ausschweifender Lebensstil? Die Ausstellung in Koblenz sucht nach Erklärungen und Lösungen. 

Ein Ausstellungsobjekt von Lois Weinberger für "Slow Life" in Koblenz (Foto: Pressestelle, Lois Weinberger)
Lois Weinberger, „Field Work”, 2010. Pressestelle Lois Weinberger

Ausstellung 50 Jahre Selbstinszenierung: Gilbert & George in der Kunsthalle Zürich

Bildgewaltig und provokant — so werden die Werke der britischen Künstler Gilbert & George häufig beschrieben. Im Zentrum der Werke stehen vorrangig sie selbst. Die Kunsthalle Zürich blickt zurück auf 50 Jahre gemeinsames künstlerisches Schaffen der beiden Exzentriker.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

SWR2 Zeitgenossen Anselm Kiefer, Maler

Im Gespräch mit Kathrin Hondl  mehr...

SWR2 Zeitgenossen SWR2

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