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Pierre Soulages, Isa Genzken, Gilbert & George: In großen Einzelausstellungen warten die Museen im Südwesten mit aufregenden Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart auf. Doch nicht nur Fans vom Zeitgenössischen kommen im Kunst-Herbst 2020/21 auf ihre Kosten. Wir zeigen Ihnen Ausstellungshighlights, die Ihnen die dunkle Jahreszeit erhellen.

Pierre Soulages in Baden-Baden

Pierre Soulages ist der französische Meister der abstrakten Kunst, der sich in seinem Werk intensiv mit der Farbe Schwarz auseinandersetzt. 1919 geboren, ist Soulages im wahrsten Sinne ein Jahrhundertkünstler.

Die kreative Produktivität hat Soulages sich bis in die Gegenwart bewahrt. Die große Retrospektive in Baden-Baden zeigt Werke seiner außergewöhnlich langen Schaffensphase von 1946 bis heute.

Pierre Soulages (Foto: Pressestelle, Sandra Mehl/Museum Frieder Burda)
Pressestelle Sandra Mehl/Museum Frieder Burda

Isa Genzken in Basel

Isa Genzken zählt zu den bedeutendsten lebenden Künstlerinnen weltweit. Das Werk der Bildhauerin gilt als besonders vielseitig und herausfordernd. Es verbindet Skulpturen mit Installationen, Film, Fotografie und Malerei.

In der Kunsthalle Basel ist nun erstmals das erste Jahrzehnt ihres Schaffens zu sehen, ihre Jahre an der Kunstakademie Düsseldorf, die stark geprägt wurden von Minimal Art und der Arbeit mit Computern: Ein seltener Einblick in ein herausragendes Frühwerk.

Isa Genzken in ihrem Studio, Düsseldorf, 1982 (Foto: Pressestelle, Andreas Schön, ProLitteris, Zurich)
Isa Genzken in her studio, Düsseldorf, 1982 Pressestelle Andreas Schön, ProLitteris, Zurich

François Boucher in Karlsruhe

Er gilt als Inbegriff des französischen Rokoko: Der selbst aus einfachen Verhältnissen kommende François Boucher war der Maler der galanten Welt, die er in lasziven, allegorischen und erotischen Motiven darstellte.

Anlässlich seines 250. Todesjahrs widmet die Kunsthalle Karlsruhe dem Hofmaler von Ludwig XV. die erste Einzelausstellung in Deutschland.

François Boucher: Schäfer und Schäferin, 1760 (Foto: Pressestelle, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)
François Boucher: Schäfer und Schäferin, 1760 Pressestelle Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Valie Export in Baden-Baden

Die österreichische Konzeptkünstlerin Valie Export gilt als eine Ikone der feministischen Kunst. Intensiv und radikal setzt sie sich mit den Verbindungen zwischen Körper und Medien auseinander.

Passend widmet sich die Baden-Badener Ausstellung dem Moment der Berührung in ihrem Werk und zeigt, wie Valie Export in raumgreifenden Installationen und Filmen die Grenzen zwischen Realitäten überschreitet.

Valie Export, Ontologischer Sprung  Arm, 1974. (Foto: Pressestelle, Valie Export, Bildrecht Wien, 2020)
Valie Export, Ontologischer Sprung / Arm, 1974. Pressestelle Valie Export, Bildrecht Wien, 2020

Gilbert & George in Frankfurt am Main

Seit über einem halben Jahrhundert macht das exzentrische Londoner Künstlerduo Gilbert & George gemeinsam Kunst. In ihrem großformatigen Collagen sind sie selbst das Thema.

In teils spielerisch-kitschiger, teils provokanter Darstellung kreist ihr Schaffen um Themen wie Religion, Sex, Tod, Hoffnung und Leben. Diesem bildgewaltigen Universum widmet die Frankfurter Kunsthalle Schirn im kommenden Jahr eine umfangreiche Retrospektive.

Gilbert & George, Leafage, 1988. (Foto: Pressestelle, Gilbert & George)
Gilbert & George, Leafage, 1988. Pressestelle Gilbert & George

Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht in Mainz

Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa: Über 500 Jahre lang haben Kaiser die Geschicke Europas bestimmt. Insbesondere das Rhein-Main-Gebiet entwickelte sich mit der Kaiserkrönung Karls des Großen zu einem wichtigen Machtzentrum des Mittelalters.

Die große Landesausstellung in Rheinland-Pfalz beleuchtet diesen faszinierenden Ausschnitt mittelalterlicher Geschichte mit vielen beeindruckenden Original-Exponaten.

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Französischer Impressionismus in Stuttgart

Frankreich-Fans kommen in dieser Kunst-Saison voll auf ihre Kosten: Auch die Staatsgalerie Stuttgart zeigt französische Kunst, nämlich Meisterwerke des Impressionismus. Zu sehen gibt es Werke aus Privatsammlungen, die bisher nie öffentlich zu sehen waren.

Dabei macht die Ausstellung Kunst mit allen Sinnen erlebbar: Die Werke von Manet, Renoir, Monet, Pissarro, Sisley und Degas nicht nur zum anschauen, sondern auch zum riechen, hören und fühlen!

Pierre Auguste Renoir, Das Gewächshaus (Foto: Pressestelle, Staatsgalerie Stuttgart)
Pierre Auguste Renoir, Das Gewächshaus, um 1876. Leihgabe aus Privatbesitz Pressestelle Staatsgalerie Stuttgart

Slow Life – Radikale Praktiken des Alltags in Koblenz

Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit den drängenden globalen Fragen unserer Zeit auseinander. Die Ausstellung folgt dem Ansatz, dass die Welt sich in der Krise befindet. Welche Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft hat unser ausschweifender Lebensstil? Die Ausstellung in Koblenz sucht nach Erklärungen und Lösungen. 

Ein Ausstellungsobjekt von Lois Weinberger für "Slow Life" in Koblenz (Foto: Pressestelle, Lois Weinberger)
Lois Weinberger, „Field Work”, 2010. Pressestelle Lois Weinberger
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