Kunst

Staatsgalerie Stuttgart stärkt mit Ankäufen die „Sichtbarkeit weiblicher Positionen“

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Die Stahl-Skulptur "Untitled (Tongue on Floor)" von Judith Hopf gleicht einer auf dem Boden liegenden, überdimensionierten, roten Zunge. (Foto: Pressestelle, Staatsgalerie Stuttgart)
„Weibliche Position" 1: Die Stahl-Skulptur „Untitled (Tongue on Floor)" von Judith Hopf (*1969 in Karlsruhe) liegt in der Rotunde der Staatsgalerie. Pressestelle Staatsgalerie Stuttgart

Die Staatsgalerie Stuttgart hat drei Werke von renommierten Vertreterinnen der Gegenwartskunst erworben. Mit den Ankäufen von Judith Hopf, Teresa Margolles und Hito Steyerl verfolgt die Staatsgalerie nach eigenen Angaben vom 4. August das Ziel, die Anzahl von weiblichen, zeitgenössischen und international etablierten Positionen zu erhöhen. Die drei Neuerwerbungen sind in verschiedenen Bereichen der Staatsgalerie integriert und ab sofort zu sehen.

„Der herausragende Sammlungsbestand der Staatsgalerie Stuttgart erfährt mit den Erwerbungen eine sehr attraktive Bereicherung im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Gleichzeitig werden die Präsenz und Sichtbarkeit weiblicher Positionen gestärkt."

Von der deutsch-japanischen Videokünstlerin Hito Steyerl (*1966, München) wurde die 2019 entstandene Videoskulptur „Power Plants" erworben. Sie ist auf Gerüststrukturen installiert und zunächst im Bereich Niederländische Malerei zu sehen. Dort soll sie in einen Dialog mit Naturbildern der Vergangenheit treten.

Teresa Margolles: „The Black Shroud" (der schwarze Mantel)

Teresa Margolles (Foto: Pressestelle, Staatsgalerie)
„Weibliche Position" 2: „The Black Shroud" von Teresa Margolles (*1963) besteht aus 1.800 polierten Keramikstücken, die in Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern in Mexiko handgefertigt wurden. Jede der schwarzen Keramikkacheln erinnert an eines der unbekannten Opfer, die unter der eskalierenden Gewalt in dieser Region brutal getötet wurden. Pressestelle Staatsgalerie

Gespräch „Green Culture": Leitfaden für Klimaschutz bei Kultureinrichtungen veröffentlicht

Kultureinrichtungen kommt beim Klimaschutz eine wichtige Rolle zu - auch, weil sie öffentlich besonders sichtbar sind. Einen Leitfaden für diese Mammutaufgabe hat Dirk Rieker, Geschäftsführer der Staatsgalerie Stuttgart, entwickelt. „Der Leitfaden hat den Anspruch, dass jedes Haus Werkzeuge an die Hand bekommt, um diese Maßnahmen umzusetzen", sagt Rieker, der auch Leiter der Arbeitsgemeinschaft Green Culture ist. Denn Klimaschutz ist komplex, weil Archive, Museen, Galerien und Theater ganz unterschiedliche Voraussetzungen haben - allein schon, wenn es um den Erhalt der wertvollen Sammlungsstücke geht, die oftmals besondere klimatische Bedingungen brauchen. „Wir als Museum für bildende Kunst haben eine Raumklimatisierung, kulturhistorische Museen haben in der Regel eine Vitrinenklimatisierung, also ganz andere Vorgehensweisen", berichtet Rieker aus der eigenen Arbeit.
Beim Leitfaden soll es allerdings nicht bleiben: Bis zum Sommer 2023 fordert die baden-württembergische Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski von den einzelnen Einrichtungen konkrete Umsetzungspläne.  mehr...

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Fotografie Die formidable Fotoausstellung „Who am I? I am“ in der Staatsgalerie Stuttgart

Die Staatsgalerie Stuttgart öffnet einmal im Jahr ihre neuen Fotografie-Ausstellungsräume für die regionale Szene. Das erste Gastspiel übernimmt die Produzenten-Galerie „Kernweine“, deren Team kuratorisch freie Hand hat. Unter dem Titel „Who am I? I am“ sind vier internationale, zeitgenössische Positionen zu sehen. Es geht um Diversität und Selbstbehauptung – ein kraftvoller Mix aus Inszenierung, Schnappschuss und Dokument, präsentiert in monumentalen Formaten.  mehr...

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