Kunstmarkt

Schadensersatz: Maler Peter Doig soll 2,5 Millionen Dollar für „falschen Doig“ bekommen

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Der Maler Peter Doig vor einem seiner Bilder im National Museum of Modern Art in Tokyo (Foto: picture-alliance / Reportdienste, ASSOCIATED PRESS | Masamine Kawaguchi)
Seine Gemälde haben teils zweistellige Millionenbeträge eingebracht: Peter Doig, in Edinburgh geboren, an der Kunstakademie Düsseldorf lehrend und hauptsächlich in Trinidad und New York lebend. ASSOCIATED PRESS | Masamine Kawaguchi

In einem Kunst-Prozess um ein angeblich von ihm stammendes Bild sind dem schottischen Maler Peter Doig (63) 2,5 Millionen Dollar (etwa 2,3 Millionen Euro) zugesprochen worden. Das entschied ein Richter im US-Bundesstaat Illinois US-Medienberichten vom 19. Januar zufolge. Bereits 2016 hatte Richter Gary Feinerman Doig Recht gegeben. Ein rund 40 Jahre altes umstrittenes Landschaftsgemälde stamme nicht von Doig. Ähnlichkeiten zwischen dem Bild und Gemälden von Doig seien „purer Zufall“, hatte Feinerman damals geurteilt.

Bild stammt von einem inhaftierten Doig

Geklagt hatte ein früherer Gefängnisaufseher aus Kanada, der das Bild in den 70er Jahren gekauft hatte – angeblich von Doig in einem Gefängnis. Der Maler gab jedoch an, nie dort gewesen zu sein. Daraufhin verklagte der frühere Aufseher Doig auf sieben Millionen Dollar Schadenersatz, weil er das Bild nun nicht mehr teuer verkaufen konnte.

Erleichterung nach Prozessende

Der frühere Gefängnisaufseher und eine Galerie, die das Bild ebenfalls Doig zusprach, schulden dem Maler nach dem Urteil nun 2,5 Millionen Dollar Schadenersatz. „Wir sind erleichtert, diesen absurden Fall nun endlich zum Abschluss zu bringen“, wurde ein Anwalt von Doig zitiert

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SWR