Kunst

Nationalgalerie Berlin bleibt für mindestens 25 Jahre im Hamburger Bahnhof

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Museum fuer Gegenwart, Hamburger Bahnhof, Invalidenstrasse, Mitte, Berlin, Deutschland (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Foto: Bildagentur-online/Joko)
Das Museum für Gegenwart ist Teil der Nationalgalerie und beheimatet im ehemaligen Empfangsgebäude des Hamburger Bahnhofs in der Berliner Invalidenstrasse. Foto: Bildagentur-online/Joko

Nach langwierigen Verhandlungen ist der Hamburger Bahnhof als Standort der Nationalgalerie Berlin gesichert. Für das Museum für Gegenwart soll es nach einer Einigung von Bund und der Immobiliengesellschaft CA Immo Deutschland einen 25 Jahre umfassenden Mietvertrag mit Verlängerungsoption geben. Die Gespräche liefen seit Mitte 2021, zuvor war die Zukunft lange ungewiss.

Nach der Zustimmung im Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Dachorganisation von Berlins Staatlichen Museen vom 27. Juni werde die Vertragsunterzeichnung in den nächsten Tage erfolgen. „In einem zweiten Schritt wird weiterhin ein Ankauf des Hamburger Bahnhofs durch den Bund angestrebt“, hieß es in einer Mitteilung aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth.

„Der Hamburger Bahnhof hat wieder eine klare Zukunftsperspektive - er wird als Ort für die zeitgenössische Kunst erhalten bleiben.“

Unabhängig davon verhandelt das Land Berlin weiterhin mit der CA Immo über den Erwerb der Rieckhallen durch einen Grundstückstausch. Auch die Zukunft der neben dem Hamburger Bahnhof gelegenen Ausstellungsbereiche war lange Zeit unklar. Ursprünglich sollten die Hallen, bisher Raum für Ausstellung aus Beständen der Flick Collection, abgerissen werden. Nach Verhandlungen zwischen Berlin und CA Immo wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach Berlin die Rieckhallen durch einen Grundstückstausch in gleichem Wert erwerben will. Der bestehende Mietvertrag wurde zunächst um ein Jahr verlängert.

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