Kunst

Pop-Art-Künstler Claes Oldenburg mit 93 Jahren in New York gestorben

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Claes Oldenburg 2012 im Museum Ludwig in Köln vor seinem Werk "Shoestring Potatoes, Spilling from a Bag, 1966". (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Foto: Henning Kaiser)
Oldenburg mit einem seiner typischen Werke, 2012 in Köln im Museum Ludwig: "Shoestring Potatoes, Spilling from a Bag, 1966". Foto: Henning Kaiser

Der für seine großen Skulpturen von Alltagsgegenständen bekannte Pop-Art-Künstler Claes Oldenburg ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Bildhauer starb nach Angaben seiner Galerie am 18. Juli in seinem New Yorker Haus und Studio, wo er sich von einem Sturz erholen wollte. Oldenburg sei „einer der radikalsten Künstler des 20. Jahrhunderts“ gewesen und habe „die Natur der Skulptur verändert“, erklärte Arne Glimcher von der Pace Gallery.

Angebissene Äpfel und Pommestüten

Von einem angebissenen Apfel über Hamburger bis zur Eiswaffel – der in Schweden geborene und 1956 nach New York gezogene Oldenburg machte aus allem beeindruckende Skulpturen. Oft wurden diese in öffentlichen Orten aufgestellt und fanden so ein Millionen-Publikum und fast ebenso viele Fans. Aber auch in den großen Museen der Welt waren immer wieder seine Werke zu sehen.

"Oldenburgs" in Frankfurt, Freiburg und Münster

Auch in Deutschland begeisterte Oldenburg Publikum und Kunstwelt. In Kassel haute der mehrfache documenta-Künstler eine zwölf Meter hohe Spitzhacke in das Fulda-Ufer. In Frankfurt war es eine fast so hohe Krawatte, in Münster Billardkugeln, in Köln eine Eistüte und in Freiburg ein Wasserhahn mit Schlauch.

Garden hose by Claes Oldenburg (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Foto: Antonio Pisacreta)
Oldenburgs Wasserschlauch im Freiburger Eschholzpark: gut 100 Meter lang windet sich von der Wasserhahn-Atrappe das mächtige Stahlrohr durch den Park-Raum. Foto: Antonio Pisacreta

Doch wie banal ein Objekt auch wirkt, für Oldenburg sollte eine Arbeit in seinen Augen nicht einfach Selbstzweck sein: „Ich bin für politisch-erotisch-mystische Kunst, die mehr tut, als nur auf ihrem Hintern in einem Museum zu sitzen.“

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