Kunstkitsch

Dürers Meisterwerk: Stuttgarter Kirchenarchiv bekommt 400 „Betende Hände“

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Sammlung von Repliken der "Betenden Hände" des Malers Albrecht Dürer in Nürnberg (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Daniel Karmann)
Beliebtes Sammelmotiv: In Dürers Geburtsstadt Nürnberg waren 2008 die „Betende Hände“ in unzähligen Repliken in der Ausstellung „1000 x kopiert - 500 Jahre Dürers Betende Hände“ zu sehen. Daniel Karmann

Eines der berühmtesten Werke christlicher Kunst, Albrecht Dürers „Betende Hände“ aus dem Jahr 1508, ist in vielen Varianten kopiert und nachgestaltet worden. Im Archiv der Evangelischen Landeskirche in Württemberg in Stuttgart ist nun eine Sammlung mit 400 Objekten eingegangen, wie die Einrichtung am 25. Januar auf ihrer Internetseite mitteilte. Erstellt habe die Sammlung eine Frau, die jahrelang bei Haushaltsauflösungen und Flohmärkten die „Betenden Hände“ erworben habe.

Dürers Werk als Teller, Stickereien und Reliefs

Seit den 1950er Jahren sei das Kunstwerk in allen möglichen Variationen und mit unterschiedlichsten Materialien kopiert und dann in vielen Häusern als Wandschmuck verwendet worden, hieß es weiter. Auch in Bastelarbeiten, auf Wandteppichen und Tellern, als Drucke und Stickereien tauche das Motiv in schwankender Qualität auf.

Suche nach Ausstellungsmöglichkeit

Viele Bearbeitungen „erscheinen uns heute kitschig und schlecht gemacht“, schreibt Felix Kräutl vom Landeskirchlichen Archiv. Doch zeige die Sammlung, wie populär das Motiv gewesen sei und dass es vielen Menschen etwas bedeutet habe. Nun wünsche sich das Archiv eine Möglichkeit, die Sammlung als Ganzes auszustellen. 

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